Vier Siege in vier Spielen, damit die Maximalausbeute von zwölf Punkten und als Krönung die vorläufige Tabellenführung: Besser hätte die dritte Runde in der 2. Bundesliga aus Sicht der Lostauer Radballer Rüdiger Czarnetzki und Denny Schwiesau am Sonnabend in Magdeburg nicht verlaufen können. Vor allem aber hat sie gezeigt: In seinem dritten gemeinsamen Jahr ist dem Duo des RC "All Heil" eine Menge zuzutrauen.

Magdeburg/Lostau l Vom verflixten siebten Jahr trennt Czarnetzki und Schwiesau noch die beruhigende Zeitspanne von vier Spielzeiten. Im Vergleich zum Klischeebild eines alten Ehepaares hat sich das Duo bislang eher selten verkracht. Und trotzdem scheint der Gedanke unausweichlich, dass beide in den zurückliegenden zweieinhalb Jahren nicht nur ein Zweckbündnis auf vier Reifen geschmiedet haben, sondern sprichwörtliche Sportfreunde geworden sind. "Im Spiel weiß der eine, was der andere tut. Wir verstehen uns blind", schildert Schwiesau. "Das Zusammenspiel hat sich gefestigt. Inzwischen greifen eine Menge Automatismen", ergänzt Czarnetzki.

Am Sonnabend konnten sich Zuschauer und Gegner in der Magdeburger Sporthalle am Gneisenauring in besonderem Maße davon überzeugen. Zwölf Punkte aus vier Spielen bei 18:10-Toren sprachen eine deutliche Sprache. "Denny hat vor allem beim 4:2 gegen Nord-Berlin super gehalten, ich habe vorn ein Paar Bälle abgefahren", schilderte Czarnetzki. "Vor allem die Eckbälle haben gut funktioniert", fügte Schwiesau hinzu. Als "Schlüsselspiel" erwies sich bereits das erste Duell gegen den gastgebenden Post SV (3:2). Nachdem auch die "Angstgegner" Großkoschen II (4:1) und eben Nord-Berlin bezwungen waren, gelang mit dem abschließenden 7:5 gegen Krofdorf III das Sahnehäubchen an einem rundum gelungenen Tag.

Fraglos sind der makellose Auftritt und die Tabellenführung nur Momentaufnahmen für die Lostauer. Der Erfolg hat sie mit daher Blick auf das Saisonziel Platz drei und damit die Teilnahme an der Relegation zur 1. Bundesliga hungrig, aber nicht übermütig gemacht, wie Czarnetzki klarstellte: "Tatsächlich sind sieben Punkte Vorsprung auf Platz vier ein gutes Polster. Aber es sind noch drei Runden zu spielen, in denen noch viel passieren kann."