Heyrothsberge l Die Enttäuschung nach der 2:3-Heimniederlage gegen den SV Fortuna vom zurückliegenden Wochenende wog noch schwer beim SV Union Heyrothsberge. Dennoch muss die Konzentration beim Schlusslicht der Fußball-Landesliga auf den Auswärtsauftritt am Sonnabend beim SV Lok Aschersleben liegen. Nach dem Motto: "Wenn wir zu Hause nicht mehr gewinnen, müssen wir eben auswärts Punkte holen", gastiert der SVU ab 15 Uhr im Salzlandkreis.

Es sind nur drei Punkte, die in der Landesliga zwischen Abstieg und Klassenerhalt liegen. "Es sind noch neun Spiele zu absolvieren und wir haben durchaus die Qualität in der Mannschaft, diese Partien zu gewinnen", gibt sich Unions Trainer Torsten Völckel deshalb auch kämpferisch. Diese Tatsache ist unumstritten, doch gerade in der Partie gegen Fortuna wurde deutlich, was das eigentliche Problem der Heyrothsberger ist: "Mit unseren kapitalen Aussetzern machen wir es uns unnötig schwer und unserem Gegner natürlich viel zu leicht."

Doch nicht nur die eigene Fehlerquote war am vergangenen Spieltag zu hoch, es fehlte auch an Ideen in der Offensive. Mit Stefan Groth, Nico Nazare Vaz und Karsten Völckel, die bis auf den Kapitän erst später angeschlagen in die Partie kamen, fehlten dem SVU wichtige Korsettstangen im Aufbauspiel und in puncto Kreativität.

Doch auch wenn die Erinnerungen an das zurückliegende Heimspiel schmerzte, so wusste der SVU zuletzt auswärts zu punkten. "Wir haben es in Irxleben geschafft, warum soll uns nicht auch ein Sieg in Aschersleben gelingen", fragt der Union-Coach deshalb.

Die Gastgeber der morgigen Partie ließen allerdings zuletzt mit einem 2:2-Remis beim starken Aufsteiger Stahl Thale aufhorchen. Zwar gaben die Männer von Trainer Henri Trautmann eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand, zeigten aber in einem kräftezehrenden Spiel besonders in der Defensive ihre Qualitäten. Allerdings mussten die Salzländer auch einen schmerzlichen Ausfall hinnehmen. Außenverteidiger Pascal Scheffler brach sich den Unterarm und fällt für die restliche Saison aus. Damit fehlt der Lok-Elf ein wichtiger Spieler im Abwehrverbund.

Dennoch erwartet die Gäste ein heißer Tanz in Aschersleben. Bereits das Hinspiel war hart umkämpft und ein regelrechtes Pressschlagfestival. Am Ende teilten sich beide Teams nach einer regelrechten Achterbahnfahrt mit einem 2:2-Unentschieden die Punkte.