Fast 15 000 Laufsportler ließen den Mythos Rennsteiglauf am Wochenende zum schon 39. Mal aufleben. Auch acht Burger Ihleläufer und die "Weinmänner" vom Genthiner RC 66 nahmen am größten Crosslauf Europas teil. Das beste Ergebnis erzielte Marie Weinmann (GRC 66), die den Juniorcross-Wettbewerb für sich entschied.

Schmiedefeld/Burg/Genthin (gsc/bjr). Das größte Breitensportereignis Thüringens gilt gemeinhin als "Woodstock der Laufsportler". So waren auch in der 2011er Auflage Teilnehmer aus rund 30 Nationen vertreten. Die acht Burger Ihleläufer, seit vielen Jahren dabei, gingen gut vorbereitet an den Start und trotzten sowohl der schwülen Wärme am Vormittag als auch den später heftigen Gewittergüssen.

Über die Halbmarathon- Distanz (21,1 km) nahm Martina Lorenz die Strecke bereits zum zweiten Mal in Angriff und zeigte sich mit 2:30:51 h stark verbessert gegenüber ihrem Premierenstart 2007.

Dr. Marco König bewies mit seinen 2:04:27 h, dass er nicht nur erstklassig mit den Schachfiguren umgehen kann, sondern auch ein starker Läufer ist.

Drei Burger Starter waren auf der Marathon-Distanz vertreten. Für Ulrich Schmidt war in der Vorbereitung verletzungsbedingt ein regelmäßiges Training nicht möglich. Mit 4:26:27 h bewies er aber, dass man dies mit Routine kompensieren und eine ausgezeichnete Leistung erzielen kann.

Frank Garnich - noch nicht lange bei den Ihleläufern dabei - suchte sich für seinen ersten Marathon gleich den Rennsteiglauf aus und bereitete sich mit Hilfe seiner Vereinskameraden zielstrebig vor. Er lief ein tolles Rennen und kam nach 4:18:10 h überglücklich ins Ziel. Dort angekommen, schloss er eine Teilnahme am Supermarathon in den kommenden Jahren nicht aus.

Auch Gerald Schmidt war bei seiner achten Rennsteiglauf-Teilnahme mit 3:43:00 h sehr zufrieden. Sein "Heimvorteil" als gebürtiger Thüringer verhalf ihm auf Platz 17 in der Altersklasse M 50.

Als Königsdisziplin beim Rennsteiglauf gilt seit je her die Supermarathon-Distanz über 72,7 km. Drei Burger Läufer nahmen die Ultra-Strecke in Angriff. Rüdiger Nickel ging zum ersten Mal die Königsstrecke an und kam nach 9:10:08 h ins Ziel - eine stolze Leistung für den ersten Start auf dem Langen Kanten.

Marco Domine gilt ohnehin als der Ultraläufer des Vereins. Erst vor wenigen Wochen nahm er erfolgreich an einem 200-Kilometer-Lauf teil, so dass ihm der Supermarathon nahezu als "Kurzdistanz" vorgekommen sein musste. Wie gut Domine derzeit drauf ist, zeigte seine Zeit von 8:10:21 h.

Dass Karsten Pinno inzwischen zu den besten Läufern Sachsen-Anhalts gehört, dürfte spätestens seit der vorigen Laufsportsaison bekannt sein. Beim Supermarathon lief Pinno trotz eines Magen-Darm-Infekts in ausgezeichneten 6:40:56 h ins Ziel. Damit lief er nicht nur neuen Vereinsrekord, sondern erreichte als Fünfter in seiner Altersklasse auch noch eine Top-Ten-Platzierung.

Der Genthiner RC schickte mit der Familie Weinmann seine "Laufsport-Dauerbrenner" ins Rennen. Mutti Jenny bewältigte die 72,7 km auf der Supermarathon-Distanz in einer Zeit von 08:24:53 h und sicherte sich somit Platz 72 in der Gesamtwertung, sowie Rang 16 in der Altersklasse W 40.

In der selben Altersklasse, nur bei den Männern, ging Vater René an den Start und lief in 07:13:36 h auf Gesamtplatz 228 (Rang 59 in der M 40).

Die "Junior-Weinmänner" probierten sich auf der 6-km-Juniorcross-Strecke aus und fuhren jeweils einen vollen Erfolg ein. Paul belegte bei den 16- bis 17-jährigen Jungen in 30:13 min. Platz drei. Noch besser machte es seine Schwester Marie, die sich bei den 14-jährigen Mädchen den ersten Platz sicherte und bewies, dass ihr Thüringen offenbar zu liegen scheint. Kürzlich errang die vielseitige Athletin in Gera - dort allerdings im Radsport - den Titel bei der Ostthüringen-Tour.

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