Gegen den Spitzenreiter war kein Kraut gewachsen. Die Landesliga-Basketballer von Eintracht Hohenwarthe mussten am Sonnabend in eigener Halle die Überlegenheit von Ligaprimus TSV Niederndodeleben anerkennen und sich mit 65:81 (26:51) geschlagen geben. Bester Eintracht-Korbjäger war einmal mehr André Fischer, dem 22 Punkte gelangen.

Hohenwarthe. Die Gastgeber erwischten gegen den TSV einen wahren Katastrophenstart. Nach gerade einmal anderthalb Minuten leuchtete auf der Anzeigetafel ein 0:8. Teils haarsträubende Fehler luden die Gäste in der Anfangsphase zu einer wahren Fastbreak-Übungseinheit ein. Einem Korberfolg der Gäste folgte meist der Versuch, mit dem Kopf durch die Wand zu den ersten Punkten des Tages zu gelangen. Nach dem dritten Steal des TSV in Folge hatte Hohenwarthes Spielertrainer Denis Ziegler genug gesehen und versuchte per Auszeit einen verspäteten Weckruf an seine Mannschaft auszusenden.

Und siehe da: Plötzlich schien sich die Eintracht-Fünf gefangen zu haben. Bis zur Schlusssirene des ersten Viertel arbeiteten sich seine Mannen auf ein halbwegs erträgliches 15:23 heran.

Mit Beginn des zweiten Viertels war der Wille, es dem Spitzenreiter weniger einfach zu machen, bei der Eintracht spürbar. Doch der TSV stellte sich clever an und versuchte sich weniger im direkten Korberfolg, als vielmehr im Ziehen von Hohenwarther Defensiv-Fouls.

Ein Eintracht-Akteur übertrieb es dann allerdings mit dem Ehrgeiz. Philipp Bulirsch ließ sich im Angriff zu einer Unsportlichkeit gegenüber einem TSV-Spieler hinreißen und kassierte dafür die Disqualifikation.

Ohnehin nicht mit der größten Personaldecke ausgestattet, gaben die verbliebenen Spieler ihr Bestes, allein es lief an diesem Tag wenig zusammen. Zur Halbzeit ging es für die Eintracht mit einem 26:51-Rückstand in die Kabine.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt war klar, dass es gegen die abgezockt aufspielenden Gäste nur noch um Schadensbegrenzung gehen konnte. Auch wenn das Spiel letztlich mit 65:81 verloren ging, konnte man diesem Unterfangen letztlich zumindest teilweises Gelingen attestieren.

Nach der sechsten Saisonniederlage finden sich die Eintracht-Korbjäger derzeit auf dem siebten Tabellenplatz wieder. Da die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt am Wochenende entweder patzte (Bernburg) oder spielfrei blieb (Burg), dürfte die Pleite wohl eher der Kategorie "einkalkuliert" einzuordnen sein. Richtungsweisender dürfte da schon die Auswärtspartie beim BBC Stendal am 6. Februar sein. In der Endabrechnung will die Eintracht die Altmärker hinter sich lassen.

Eintracht Hohenwarthe: Arnold (2), Bulirsch (6), Fischer (22), Märtens, Standke (12), Suchert (9), von Hagen (5), Ziegler (9)