An seinem Doppelspieltag am vergangenen Sonnabend erlebte Tischtennis-Oberligist DJK Biederitz sein persönliches Waterloo. Das Spiel gegen die Reinickendorfer Füchse wurde mit 0:9 gewertet, da Biederitz seine Doppel falsch aufstellte. Björn Richter sprach für die Volksstimme mit DJK-Kapitän Marcus Schmidt.

Volksstimme: Herr Schmidt, wie kam es zu der nachträglichen Wertung des Spiels gegen Reinickendorf?

Schmidt: Wir stellen vor jedem Spiel unsere Liste der Doppelspieler zusammen. Aus taktischen Gründen wollten wir mich im Einzel rauslassen und ich rutschte auf die Ersatzspielerposition. So hätte ich aber auch nicht im Doppel antreten dürfen, was ich aber tat und was zur 0:9-Wertung durch den Staffelleiter führte.

Volksstimme: War niemandem bekannt, dass dies eine Regelverletzung darstellt?

Schmidt: Wir haben den Oberschiedsrichter gefragt, der hat das abgesegnet. Damit war die Sache klar. Später musste er sich korrigieren und entschul-digte sich auch bei uns.

Volksstimme: Muss der DJK nun mit weiteren Folgen rechnen?

Schmidt: Wir haben das Spiel sowieso 5:9 verloren. Jetzt heißt es aber hoffen, dass am Ende nicht bei Punktgleichheit die Einzelspiele über den Klassen- erhalt entscheiden.

Volksstimme: Sie und Eric Osbar starten heute bei den Landesmeistermeisterschaften in Magdeburg. Wie sind die Erwartungen?

Schmidt: Man träumt natürlich insgeheim immer vom Titel. Wenn es mit einer Medaille klappt, sind wir auch zufrieden. Dafür muss aber alles passen, die Tagesform ist entscheidend.