Biederitz (obr). Der klare 6:3-Sieg des Ostliga-Aufsteigers gegen den Erfurter TC überraschte viele. Schon am Wochenende müssen die Tennis-Damen des Biederitzer TC diesen Erfolg doppelt bestätigen. Am Sonnabend geht es zum Chemnitzer TC (11 Uhr), am Sonntag um 11 Uhr ist mit Blau-Weiß Dresden-Blasewitz der Topfavorit in Biederitz zu Gast.

Viel wurde von diesen Teams im Vorfeld der Saison erwartet. Doch zum Auftakt stolperten beide, bezogen jeweils unglückliche 4:5-Niederlagen. Trotzdem bleibt gerade Dresden für Oliver Brandt der Topfavorit der Liga. "Sie hatten Pech, dass mit Barbora Krtickova eine Topspielerin gegen Grune-wald fehlte", so der BTC-Sportwart. Die Nummer 692 der aktuellen WTA-Weltrangliste, ist neben Zuzana Zalabska, die amtierende tschechische Meisterin, die herausragende Spielerin der Sachsen. Zalabska, 24 Jahre, fertigte im Spitzenpiel gegen Grunewald Xenia Soworowa mit 6:2, 6:0 ab. Auf Veronika Ovcacikova wartet also eine nahezu unlösbare Aufgabe.

Katja Krebs, die Biederitzer Mannschaftsführerin, sieht ihre Damen daher klar in der Außenseiterrolle. Vielleicht, so hofft sie, sei morgen in Chemnitz mehr drin. Wie der BTC profitiert der Gegner von tschechischer Unterstützung. Spitzenspielerin ist mit Sandra Martin allerdings eine Deutsche.

Die BTC-Damen treten in beiden Begegnungen mit der Aufstellung aus dem Erfurtspiel an. Hoffnungen ruhen vor allem auf Jarmila Sikorova, Martina Felux und Susann Lüttich, die allesamt gegen Erfurt überzeugten. Nur wenn die drei auch in Chemnitz ihre Einzel gewinnen, hat der BTC dort eine reelle Chance auf einen Sieg. Am Sonntag haben die Zuschauer in Biederitz zumindest die einmalige Gelegenheit, Spielerinnen der erweiterten Weltspitze live zu sehen. Zumindest den Ehrenpunkt haben die BTC-Damen gegen Dresden angepeilt.