" Auswärtssieg, Auswärtssieg ", jubelten die Burger Volleyballer ausgelassen nach dem Fünf-Satz-Krimi am Sonntagabend. Der Landesoberligist hatte mit einem wahren Kraftakt den HSV Medizin Magdeburg mit 3 : 2 ( 25 : 14, 12 : 25, 20 : 25, 30 : 28, 15 : 12 ) -Sätzen bezwungen.

Burg / Magdeburg ( rgä ). Selten war ein Spiel mit so viel Spannung erwartet worden. Eine Tatsache, die auch die Volleyballfans des Burger VC zu reizen schien, unterstützten doch am späten Sonntagnachmittag mehr als 30 Anhänger in der Sporthalle am Wernervon-Siemens-Gymnasium ihre Mannschaft.

Und auch den Volleyballern des BVC war anzusehen, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Im ersten Satz bestimmten die Gäste souverän das Geschehen. Im Angriff schalteten sie nach Belieben, der Block arbeitete effektiv, so dass eine beruhigende Führung ausgebaut wurde. Beim Stand von 17 : 14 gelang Alexander Behr eine Serie von acht Aufschlägen, die der gegnerischen Annahme Probleme bereitete und empfindlich den Spielaufbau störte. So punktete Burg fleißig im Angriff bis zum 25 : 14-Satzgewinn.

Auf Seite der Magdeburger erfolgte danach ein Spielertausch. Und siehe da, bereits mit den ersten Blockaktionen stellten sie den Burger Angriff vor Probleme. Bis zum 10 : 10 war noch alles offen, dann brach es über den BVC hinein. Über weite Strecken standen sich die Gäste nun selbst im Weg. Eine Blockarbeit fand nur noch sporadisch statt und erzielte keine Wirkung. Das Burger Spielfeld war eine offene Schießbude geworden. Die " Mediziner " scheffelten dadurch die Punkte und erlangten mit dem 25 : 12-Satzausgleich Oberwasser.

Die Magdeburger hatten nun spielerisch und kämpferisch in die Partie gefunden. Auch der dritte Spielabschnitt wurde von den Gastgebern bestimmt und mit 25 : 20 gewonnen. Im vierten Durchgang sah es beim Stand von 18 : 15 für den HSV für die Burger nicht rosig aus. Doch plötzlich bekamen sie die zweite Luft. Sie kämpften sich auf 20 : 20 heran, lagen beim 21 : 20 erstmalig in Front und hatten beim 24 : 23 den ersten Satzball. Dieser wurde vergeben. Bis zum 28 : 28 blieb es dramatisch. Beide Seiten hatten zwischenzeitlich Satz- oder Matchball. Am Ende zahlte sich der Einsatz der Burger aus, retteten sie sich mit 30 : 28 in den Tiebreak.

In diesem zwang der BVC den Gegner mit präzisen Aufschlägen zu einem unkontrollierten Spielaufbau. Eine Steigerung im Angriffsverhalten brachte die nötigen Punkte ein. Beim Stand von 8 : 3 wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Die Gastgeber ergaben sich trotz des Rückstandes nicht, vielmehr kämpften sie sich zurück in die Partie. In dieser Endphase des Spiels hatten die Burger Volleyballer jedoch immer ein Händchen mehr im Spiel und gewannen mit 15 : 12 den Satz und damit das Match.

Nach dem Schlusspfiff wich bei allen Akteuren die innere Anspannung. Die Freude über den Erfolg stand den Burger Spielern ins Gesicht geschrieben. Auch Burgs Trainerin Jessyka Postolla fiel eine Last von den Schultern. " Ein Glück, dass meine Jungs den Glauben an ihre eigene Stärke rechtzeitig wiedergefunden haben. Die Einstellung hat bei allen gestimmt. Bemängeln muss ich aber die Angriffsaktionen im zweiten und dritten Satz. Wir haben einfach nur blind draufgehauen und in den Block geschlagen. Das darf nicht passieren. Dieser Erfolg gibt uns weiteres Selbstvertrauen ", so das Fazit von Postolla.

Bereits am nächsten Sonnabend steht für den BVC ein weiteres Auswärtsspiel in Halle auf dem Programm.

Burger VC : Sebastian Behr, Alexander Behr, Dennis Raab, Frank Gellert, Dirk Hagendorf, Jörn Malter, Olaf Prellwitz, Rene Fischer