Knapp daneben ist auch vorbei : Am Sonnabend büßte der Güsener HC wieder einmal wichtige Punkte für den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga ein. Gegen die SG Spergau unterlagen die Gastgeber am Ende denkbar knapp 31 : 33 ( 15 : 15 ). Ausschlaggebend für die Niederlage war erneut die schwache Chancenverwertung.

Güsen ( hkl ). Von Beginn an bestimmten die Spergauer das Geschehen und gingen mit zwei Toren in Führung. Treffer von Kevin Haßbargen und Robert Klewe brachten zwar den zwischenzeitlichen Ausgleich ( 3 : 3 ), aber die Gäste legten immer wieder vor. Meist nutzten sie Güsener Fehler aus und trafen nach Tempogegenstößen oder aus dem Rückraum ins Tor ( 8 : 6, 16. Minute ). Zuvor hatte Güsen eine doppelte Unterzahl noch glimpflich überstanden. Folgerichtig nahm GHC-Trainer Peter Arndt eine Auszeit. In dieser rief er seine Mannen lautstark auf, ihre egoistische Spielweise abzustellen und mehr miteinander zu agieren.

Diese Ansage sollte Früchte tragen. In der 27. Minute stellte Christian Haßbargen mit einem verwandelten Strafwurf den Ausgleich zum 13 : 13 her. Güsen war nun drauf und dran, den Spieß umzudrehen. Dennoch ließen sich die Gäste nicht abschütteln und konnten bis zur Halbzeit zum 15 : 15 ausgleichen.

Auf Grund einer Zeitstrafe gegen Christian Haßbargen mussten die Güsener die zweite Halbzeit in Unterzahl beginnen. Dadurch gelang es Spergau, das Spiel wieder an sich zu reißen. Auf der anderen Seite versuchten die Hausherren im Angriff immer wieder, mit dem Kopf durch die Wand zum Erfolg zu kommen. Zu viele Torchancen wurden in dieser Zeit ausgelassen und absolut unnötige technische Fehler produziert. Diese Unzulänglichkeiten nutzte Spergau bis zur 54. Minute, um auf 28 : 25 davon zu ziehen. Das war die Vorentscheidung. Güsen kam zwar noch einmal bis auf 31 : 32 heran, musste aber miterleben, wie die Gäste von der Saale ihren Vorsprung clever über die Zeit brachten und mit 33 : 31 gewannen.

" Wenn man sich in einer Partie drei Spielaussetzer leistet, die Trefferquote unterirdisch bei knapp 50 Prozent liegt, sich egoistisch Bälle genommen werden und nicht der freie Mann in Szene gesetzt wird, schmerzt das mächtig. Heute war mehr drin ", resümierte GHC-Trainer Peter Arndt nach dem Spiel.

Viel Zeit bleibt den Güsenern nicht, dieses Spiel aufzuarbeiten, denn am nächsten Sonnabend steht mit dem HSV Haldensleben einer der unbequemsten Gegner der Liga in Güsen auf der Matte. Hoffentlich gelingt es den Gastgebern dann, den Gegner schneller und auch effektiver in den Griff zu bekommen.

Güsener HC : C. Bretschneider, B. Himmel – K. Haßbargen ( 6 ), Schwab ( 2 ), S. Bretschneider, Buchheister ( 2 ), Eichner ( 1 ), C. Beyer ( 3 ), C. Haßbargen ( 6 ), Müller ( 2 ), Klewe ( 4 ), Geue, Salomon, Steindorf ( 5 )