Es geht voran : Handball-Oberligist Güsener HC hat am Sonnabend weitere wichtige Punkte im Abstiegskampf errungen. Gegen den SV Langenweddingen gewann das Team knapp mit 33 : 32 ( 16 : 17 ) und nahm damit Revanche für die Hinspielpleite.

Güsen ( hkl ). Zum Stricken liefen beide Teams zu dieser Oberligapartie garantiert nicht auf, schließlich sahen die zahlreichen Zuschauern in der Sporthalle Güsen über 60 Spielminuten einen packendes und jederzeit faires Oberligaspiel, das bis zur letzten Sekunde offen blieb.

Die Anfangsphase der Begegnung bestimmten die Gäste vom SVL, die ohne Federlesen ihre Chancen nutzten und mit zwei Toren in Führung gingen. Mit zwei Treffern in Folge brachte Christian Haßbargen den GHC wieder ran. Von da an begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe.

Zwar setzte Langenweddingens David Stolze wie erwartet seine Mitspieler immer wieder klasse in Szene, aber Güsen hatte stets die richtige Antwort parat und zog mit Arne Buchheister seinen Joker, der mit einem hervorragenden Stellungsspiel den Spielmacher der Gäste neutralisierte. Von da an begann die stärkste Phase des GHC in der ersten Halbzeit. Mit mehreren Ballgewinnen und schnellen Angriffzügen erzielten die Gastgeber sehenswerte Tore. Vor allem Güsens Außen, Steffen Bretschneider, wusste dabei zu Gefallen. Das 11 : 8 für den GHC in der 15. Minute war jedoch nicht die Vorentscheidung. Rechtzeitig zog SVL-Trainer Markus Deinert in der 16. Minute die Notbremse und nahm eine Auszeit. Die Gäste gingen danach in der Abwehr offensiver zur Sache und unterbrachen den Run der Güsener. So konnte der SVL in der 27. Spielminute zum 15 : 15 ausgleichen und mit einem Tor Vorsprung ( 17 : 16 ) in die Halbzeitpause gehen.

In der Kabine forderte Güsens Trainer Peter Arndt seine Männer auf, mehr Bewegung in den Angriff zu bringen und nicht mit Geplänkel vor dem gegnerischen Sechser den Dampf aus dem Spiel zu nehmen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit übernahm wiederum Langenweddingen die Initiative, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. So wechselte bis zur 55. Spielminute die Führung hin und her. Während Güsen seine Tore aus dem Spiel heraus erzielte und dabei erneut etliche Chancen ausließ, waren die Gäste oft nur noch vom Siebenmeterpunkt erfolgreich. So wurde der Zwei-Tore-Vorsprung ( 33 : 31 ), der von den Haßbargen-Brüdern erzielt wurde, zum Zünglein an der Waage. Die 59. Spielminute war nichts für schwache Nerven. Langenweddingen gelang der Anschlusstreffer zum 32 : 33, Güsen verlor den Ball und der Ausgleich lag in der Luft. Zum Glück für den GHC blieb der letzte Angriff des SVL und deren Freiwurf in der gegnerischen Abwehr hängen und die wichtigen zwei Punkte in Güsen.

" Beide Mannschaften haben ein tolles Spiel abgeliefert und sind dem Publikum nichts schuldig geblieben. Heute war endlich das Quäntchen Glück auf unserer Seite ", sagte GHCTrainer Peter Arndt, der zudem ein Lob an das Schiedsrichtergespann Seidler und Schiech aus Naumburg aussprach, das konsequent und mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl die Partie voll im Griff hatte.

Güsener HC : C. Bretschneider, T. Beyer – K. Haßbargen ( 11 ), S. Bretschneider ( 5 ), Buchheister ( 2 ), E. Klewe, C. Beyer ( 2 ), C. Haßbargen ( 7 ), R. Klewe ( 3 ), Geue, Salomon ( 2 ), Steindorf ( 1 )

SV Langenweddingen : Heyer – C. Bzdok ( 3 ), Stolze ( 6 ), T. Bzdok ( 2 ), Gollmann ( 2 ), Schneider, Höppner ( 1 ), Lucke, Herrmann ( 8 ), Heine ( 1 ), Rohr ( 1 ), Schult ( 8 )

Siebenmeter : GHC 4 / 4, SVL 10 / 8 Zeitstrafen : GHC 5, SVL 5 Rote Karte : S. Bretschneider ( GHC, 58. )