Burg ( okr ). Der Fußball in einem geteilten Land und seine Geschichten – knapp 20 Jahre nach dem Mauerfall blickt am morgigen Dienstag in Burg die Fußball-Prominenz der 70 er und 80 er Jahre auf die deutschdeutsche Fußball-Historie zurück. Gemeinsam mit dem Ex-Bayern-Torhüter und Weltmeister von 1974, Sepp Maier, erinnern in der Stadthalle Burg ab 18. 30 Uhr die Ikonen des DDR-Fußballs, Jürgen Sparwasser, Wolfgang Seguin, Martin Hoffmann und Jürgen Pommerenke, an legendäre Spiele zwischen Ost und West.

" Derzeit wird soviel über die Zeit vor der Wende gesprochen. Wir wollten das Thema einmal sportlich beleuchten ", sagte Lars-Uwe

Matthias vom Veranstalter, der Volksbank Jerichower

Land. Die Initiative ist durch den Vorstand der Bank, Martin Trahe, und den gebürtigen Burger Wolfgang Seguin, der den Kontakt zu seinen früheren Mitspielern vom 1. FC Magdeburg herstellte, zustande gekommen. " In der Form ist die Gesprächsrunde für die Region eine einmalige Sache ", sagte Matthias, der zudem Ex-Fifa-Schiedsrichter Bernd Heynemann und MDR-Moderator Hans-Günther Otto für das Forum gewinnen konnte.

Gemeinsam sprechen sie am Dienstagabend über eine Zeit, in der Fußballschen beiden Staaten sportliche und politische Brisanz besaßen. Jürgen Sparwasser und Sepp Maier werden noch einmal ihre Erlebnisse vom WM-Spiel 1974 schildern, als die DDR dank eines Sparwasser-Tors die BRD sensationell mit 1 : 0 bezwang.

Und auch Wolfgang Seguin, Jürgen Pommerenke und Martin Hoffmann sollten mit einigen Anekdoten noch einmal an den Europa-Cupsieg des 1. FC Magdeburg 1974 erinnern.

Bereits um 16. 30 Uhr geben die Ex-Spieler in der Geschäftsstelle der Volksbank, Rolandplatz 1, eine Autogrammstunde.

Sofern das Wetter mitspielt, können Fans dann auch gegen Sepp Maier und Jürgen Sparwasser im Torwandschießen antreten.

Außerdem hat die Bank zum Thema " Heißer Fußball vor und nach der Wende " eine Ausstellung erarbeitet.

Die Schautafeln sind im Foyer der Stadthalle zu sehen und sollen an den Fußballsport in Deutschland ab 1945 erinnern.

Später ist die Schau in der Geschäftsstelle der Volksbank zu besichtigen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.