Gommern ( hca ). Noch im Februar konnten seine Sportkameraden mit ihm gemeinsam seinen 99. Geburtstag feiern und ihm alles Gute auf dem Weg zum " 100. " wünschen. Umso unerwarteter traf alle die Nachricht, dass Kurt Sterdt am 28. August verstorben ist.

Er war das " Urgestein " des Gommeraner Sports. Neben einer erfolgreichen Arbeit als Bergbauingenieur galt schon immer seine zweite Liebe dem Sport. So begann er bereits Anfang der 50-er Jahre in Nordhausen mit dem Tischtennissport, bevor es ihn im Jahr 1955 im Zusammenhang mit dem Aufbau der Geologischen Industrie nach Gommern verschlug. Hier konnte er bei der BSG Aktivist Gommern seiner Leidenschaft, dem Tischtennis- und dem Kegelsport nachgehen. In beiden Sportarten war er aus den ersten Männermannschaften nicht wegzudenken. In der ersten Mannschaft der Kegler spielend hatte er 1956 großen Anteil am Aufstieg der Mannschaft in die Bezirksliga, wurde 1958 u. a. Sektionsmeister und qualifizierte sich 1960, inzwischen schon 50-jährig, noch für die Teilnahme an den Bezirkseinzelmeisterschaften der Kegler.

Ein Sportunfall im Jahr 1970 zwang ihn mit seinen sportlichen Aktivitäten etwas kürzer zu treten. Von der Tischtennisplatte war er aber nicht wegzudenken. Mit über 70 Jahren lehrte er bei Punktspielen im damaligen Kreis Burg noch so manch Jüngerem das Fürchten.

Dem Kegelsport ist er bis zu seinem Tode treu geblieben und war als kritischer Beobachter des Trainings der Seniorenmannschaft noch jeden Mittwoch auf der Kegelbahn zu finden.

Er war viele Jahre im Verein ehrenamtlich tätig, wurde 1984 Ehrenmitglied und erhielt im Jahr 2005 die Verdienstmedaille des Vereins. Wir Sportler werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Vorstand des SV Eintracht