Germania Tangerhütte ist der große Gewinner des 25. Weihnachtsturniers des Post SV Stendal für Herrenmannschaften. Einziger westaltmärkischer Teilnehmer war Kreisoberligist SV Eintracht Vienau, der am Ende guter Dritter wurde.

Stendal l Das Team aus der Tangerstadt hat das Endspiel gegen Medizin Uchtspringe am Ende deutlich 4:1 gewonnen. Zudem wurden die Zwillinge Robert und Felix Taube noch mit dem Preis als bester Torwart beziehungsweise bester Spieler geehrt. Der erfolgreichste Torschütze wurde Andreas Palm, (Eintracht Vienau), der fünf Treffer erzielte.

Der emotionalste Moment der Veranstaltung, das absolute Highlight mit garantierter Gänsehaut, war jedoch ein ganz anderer. Rico Goroncy, Vorsitzender des gastgebenden Post SV Stendal, hielt um die Hand seiner Freundin Katrin Holland an. Dazu standen die Spieler des Turniers mit einer Rose in der Hand Spalier. Um es vorwegzunehmen: die Anfrage war erfolgreich.

Heiratsantrag absoluter Höhepunkt des Abends

Zudem wurden vor den Halbfinals noch Jörn Goroncy, Steffen Lenz, Daniel Haase-Vinzelberg (alle Post Stendal) und Heino Kühne (SSV Havelwinkel Warnau, ab 2015 Trainer des Möringer SV) vom KFV-Präsidenten Werner Meinschien mit der bronzenen Ehrennadel des Fußball Verbandes Sachsen-Anhalt (FSA) geehrt.

Zum sportlichen Teil: In den beiden Vorrundengruppen gab es einige kleine Überraschungen. Vorjahressieger 1. FC Lok Stendal trat 2014 mit einer Nachwuchsmannschaft an und schied nach Niederlagen gegen Vienau und Tangerhütte vorzeitig aus. Am Ende wurde der Verbandsligist immerhin noch Fünfter. In der anderen Staffel hatte Landesligist Möringer SV auch nicht sein bestes Aufgebot zur Verfügung und strich vorzeitig die Segel.

Gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan wurden die Halbfinals getauscht, so dass Viktoria Uenglingen zuerst gegen Germania Tangerhütte spielte.

Germania Tangerhütte - Viktoria Uenglingen 4:1. Patrick Huch brachte die Viktoria 1:0 in Front. Das war nach den Vorrundenergebnissen (siehe Statistik rechts) eine kleine Überraschung. Doch anschließend wurde Germania der Favoritenrolle gerecht. Sebastian Arndt und Sören Bucholz drehten mit ihren Treffern diese Partie. Per Kopfball netzte Sascha Studte schließlich zum 3:1 für Tangerhütte ein. Jörn Schumacher band den Sack danach endgültig für die Tangerstädter zu.

Medizin Uchtspringe - Eintracht Vienau 11:10 n. S. Viel spannender verlief das andere Semifinale. Kapitän Thomas Roggenthin schoss Uchtspringe 1:0 in Führung. Andreas Palm glich für Vienau umgehend aus. Kurz vor Schluss wurde Martin Palm gefoult. Neunmeter. Andreas Palm traf zum 2:1 für die Westaltmärker. Die Entscheidung? Nein. In den letzten Spielsekunden traf Chris Heinicke noch zum Ausgleich. Danach gab es nicht das obligatorische Neunmeter-, sondern ein Siebenmeterschießen (der Veranstalter wollte wohl das Gesamt-Torkonto hochschrauben). Das zog sich in die Länge. 17 Siebenmeter in Folge hatten die Torhüter keine Chance. Erst als der Vienauer Carsten Noack beim 18. Versuch scheiterte, war die Entscheidung gefallen. Medizin Uchtspringe stand gegen Germania Tangerhütte im Finale. Die Vienauer hatten danach im (diesmal) Neunmeterschießen um Platz drei etwas Glück. Sie setzten sich gegen Uenglingen knapp 6:5 durch.

Schwarz, Buchholz und Studte treffen im Finale

Beim 25. und damit Jubiläumsturnier des Post SV Stendal setzte sich mit Germania Tangerhütte die beste Mannschaft des Turniers durch. Nach drei Siegen in der Vorrunde und einem deutlichen Halbfinalerfolg zeigten die Tangerstädter auch im Finale gegen Medizin Uchtspringe ihr Können auf dem Hallenboden. Am Ende siegte Germania 4:1. Florian Schwarz brachte Tangerhütte 1:0 in Front. Jens Heinicke egalisierte dieses Tor noch. Als erneut Schwarz drei Minuten vor Schluss für Germania traf, war eine Vorentscheidung gefallen. Sascha Studte (das 100. Tor im Turnier) und Sören Buchholz machten mit ihren Treffern den Turniersieg perfekt.

 

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