Gommern (vwo/bjr) l Nach dem gelungenen Rückrundenstart in der Vorwoche holte den runderneuerten SV Eintracht Gommern in der Fußball-Landesklasse am Sonnabend die Realität des Abstiegkampfes wieder ein. Viel hatte sich das junge Team für das Heimspiel gegen die SG Gnadau vorgenommen, doch ein früher Gegentreffer gab am Ende den Ausschlag - 0:1 (0:1).

In der Rückschau war Gnadaus Andreas Böhme einfach blickiger als die Eintracht-Abwehr, die sich nach sechs Minuten noch ein wenig am eigenen Schlafdefizit abzuarbeiten schien. Seine Maßflanke fand in Christian Glode einen Abnehmer, der dem SVE mit dem 0:1 einen schweren Schlag versetzte. "Das frühe Tor war enorm wichtig. Ich weiß nicht, wie dieses Spiel verläuft, wenn es in der 60. oder 70. Minute noch 0:0 steht", bekannte Gästetrainer Sebastian Pape.

Er sah im ersten Abschnitt einen klasse Auftritt seines Teams, das den Gommeranern taktisch und kämpferisch vieles voraus hatte. Immer wieder leistete sich der SVE Ballverluste im Mittelfeld, erst nach 24 Minuten wagte Tom Sindermann eine erste zögerliche Annäherung an den SGG-Strafraum. Pech hatten die Hausherren hingegen in der 45. Minute, als ein Schuss von Justin Schaffrath an die Torlatte krachte.

Der Aluminiumtreffer rüttelte jedoch wieder die Gäste auf, die nach dem Seitenwechsel ihre stärkste Phase erwischten. 20 Minuten lang drängte Gnadau auf die Entscheidung, während sich die Eintracht bei Torhüter Nicky Lahne bedanken durfte, der vier Großchancen vereitelte. "Diesen Vorwurf müssen wir uns gefallen lassen, dass wir nicht das 2:0 nachlegen. Dann sind alle Messen gesungen", haderte Pape mit der Abschlussschwäche seiner Elf. So aber rückte in der Schlussphase noch einmal die hervorragend organisierte Defensive der Salzländer in den Vordergrund.

In der 71. Minute schrammten etwa gleich mehrere Eintracht-Spieler an einer Eingabe von Sindermann vorbei. Zwei Minuten später bot sich Enrico Freitag die größte Eintracht-Chance im Spiel, doch er scheiterte aus der Nahdistanz. Die Gäste verteidigten ohnehin clever und behaupteten den knappen Vorsprung bis zum Schlusspfiff. Ihr Coach verhehlte seine Erleichterung nicht: "Wir wussten vorher, dass uns gegen diese komplett neuformierte Mannschaft ein dicker Brocken erwartet. Umso mehr hat mich unsere geschlossen starke Leistung gefreut und dass wir uns als eingeschworenes Team verkauft haben." Eben darauf will man auch im Lager des SV Eintracht zählen, wenn es am kommenden Sonnabend zum Kreisderby beim Tabellenzweiten nach Heyrothsberge geht.

SV Eintracht Gommern: Lahne - Weber, Hildebrand, Gropius, Sindermann, Balogh, Freitag, Namshaa, Wipper (35. Schaffrath), Isensee, Schulze (46. Wittpahl)

SG Gnadau: Merker - Kade, Feickert, Oppelt, Heinrich, Hoffmann, Glode, Kühne, Borck (90. Schoenebaum), Böhme (90. Mohn), Steigleder (86. Ladebeck)

Tor: Christian Glode (6.); SR: Marcel Hosenthien (Magdeburg), Christian Ketzer, Kavin Shaikh; ZS: 80