Gommern (jha/bjr) l Die Verbandsliga-Handballer des SV Eintracht Gommern haben ihre Hausaufgaben am Sonnabend mit Bravour gelöst. Doch der deutliche 44:20 (23:8)-Sieg über den SV Langenweddingen II reichte nicht aus, um den Aufstieg in die Sachsen-Anhalt-Liga bereits zwei Spieltage vor dem Ende bejubeln zu können.

Verfolger Westeregeln hätte mindestens einen Punkt gegen Osterburg liegen lassen müssen. Der SV Wacker gewann jedoch denkbar knapp mit 31:30 und wahrte seine Chance auf den Staffelsieg. Gommerns Trainer Dirk Heinrichs war am Ende trotzdem mit der Leistung seiner Sieben zufrieden: "Ich denke, die Mannschaft hat den ein oder anderen schönen Spielzug gezeigt, so dass auch die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen sind."

Von Beginn an ließ Gommern keine Zweifel aufkommen. Eine konzentrierte Arbeit in der Deckung eröffnete immer wieder Möglichkeiten für Tempogegenstöße. Vor allem Steffen Bretschneider, der sich mit 13 Toren am Ende als bester Werfer empfahl, und Tim Böttcher waren häufig die ersten am gegnerischen Torraum und schlossen sicher ab. Langenweddingen, das nicht in Bestbesetzung antreten konnte, tat sich im Angriff schwer. Häufig suchten die Gäste Ihren Kreisspieler, doch Gommerns Philipp Eckhardt ließ im Mittelblock wenig zu und unterband zahlreiche Angriffsversuche.

Beim 16:6 führten die Gommeraner erstmals mit zehn Treffern - eine Vorentscheidung hatte sich angedeutet. Die SVL-Reserve schien im Gegensatz zum Hinspiel Anfang Dezember 2013 nicht in der Lage zu sein, den Gastgebern Paroli zu bieten. Damals taten sich die Heinrichs-Schützlinge gegen das beherzt kämpfende Team lange schwer und konnten am Ende nur knapp gewinnen. In diesem neuerlichen Duell war davon jedoch nicht mehr viel zu spüren. Zur Halbzeit lagen die Ehlestädter bereits mit 23:8 nahezu uneinholbar in Front.

Im zweiten Durchgang änderte sich das Bild nicht. Gommern zog immer weiter davon, konnte sein schnelles Tempospiel aufziehen und somit Treffer landen. Bemerkenswert war jedoch der äußerst faire Charakter des Spiels. Beide Mannschaften begegneten sich mit Respekt und ohne nennenswerte Unsportlichkeiten. Jeder Gommeraner Feldspieler trug sich am Ende in die Torschützenliste ein. David Koch, der in dieser Partie auf Rückraum Mitte mehr Spielanteile bekam, glänzte ebenso als Torschütze und Vorbereiter. Am Ende stand ein nie gefährdeter Sieg für Gommern zu Buche. "Wir haben 55 Minuten lang konzentriert gespielt", befand Heinrichs, wollte aber kleinere Fehler, die sich zum Ende hin in der Deckung einschlichen, und die wenigen unvorbereiteten Würfe nicht überbewerten.

Somit steht die Eintracht auch zwei Spieltage vor Saisonende mit vier Punkten Vorsprung vor Westeregeln auf dem ersten Tabellenplatz. In den letzten beiden Partien reist der SVE zunächst nach Güsen (10. Mai), bevor es am letzten Spieltag (17. Mai) in eigener Halle womöglich zum Showdown gegen Westeregeln kommt, das seinerseits zunächst ein Heimspiel gegen den FSV Magdeburg bestreitet.

Gommern: Hartung, Braatz - Böttcher (4), Eckhardt (5), Schmidt, Kaese (8), Bretschneider (13), Sommerfeld (4), D. Einwiller (6), Zater (2), Bomke (1), Koch (1)