Eine Woche nach dem Niegripper 3:2-Sieg über den SV Eintracht Gommern (9.) ist morgen Nachmittag in der Fußball-Landesklasse, Staffel II, erneut Derbyzeit angesagt. Diesmal reist der SV Germania Güsen (13.) zum wegweisenden Duell an die Ehle und ist entschlossen, den ersten Saisonerfolg zu landen.

Güsen/Gommern/Niegripp (bjr/vwo) l Derweil tritt der Derbysieger der Vorwoche, die SG Blau-Weiß Niegripp (5.), den schweren Gang nach Magdeburg-Olvenstedt (2.) an.

Eintracht Gommern (9.) -

Germania Güsen (13.)

Den Tabellenführer geärgert, nun soll sich der Lokalrivale grämen: Bei den Gästen gibt man sich vor dem ersten "JL"-Derby nach dem Kreisoberliga-Aufstieg angriffslustig. "In der Vorwoche, beim 2:2 gegen Groß Santersleben haben wir Selbstvertrauen getankt. Wir fürchten niemanden", lobt SVG-Trainer Hartmut Kober aus. Bevor jedoch aus gesundem Selbstbewusstsein Leichtsinn wird, warnt der Güsener Coach: "Auch Gommern wird nach der Niederlage in Niegripp heiß sein und eine Wiedergutmachung wollen."

Die Grundzutaten für ein packendes Derby liegen also bereit, zumal auch die Tabellenkonstellation zusätzliche Spannung verspricht. In jedem Fall ist das Duell für beide Seiten richtungsweisend. Vor allem die Eintracht will nach der Unterbrechung ihres guten Laufs durch die unnötige Pleite aus der Vorwoche wieder vorlegen und sich weiter in der oberen Tabellenhälfte festbeißen. Für den SVG geht es darum, den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld herzustellen. "Dazu müssen wir es aber endlich schaffen, unsere Chancen zu verwerten. Daran haben wir auch unter der Woche im Training intensiv gearbeitet. Das stimmt mich zuversichtlich", so Kober.

Personell stehen auf Seiten der Gastgeber noch Fragezeichen hinter den Einsätzen von Kevin Weber und Björn Wehling. Ob die beiden Angeschlagenen spielen können, entscheidet sich erst morgen. Definitiv passen müssen weiterhin die langzeitverletzten Daniel Gropius, Tillmann Roos und Tobias Bea. Derweil müssen auch die Güsener eine erhebliche Schwächung hinnehmen. Eric Kopp, der sich gegen Groß Santersleben am Knöchel verletzte, fällt etwa sechs bis acht Wochen aus. "Ansonsten sind wir aber breit aufgestellt und werden eine gute Mannschaft aufbieten", so der Germania-Coach.

Germania Olvenstedt (2.) -

SG Blau-Weiß Niegripp (5.)

Zwei Siege in Serie, Platz fünf - man könnte meinen, in Niegripp verläuft derzeit alles nach Plan. Dennoch ziehen am Alten Kanal einige Schönwetterwolken auf: "Wir haben einen 18-Mann-Kader, sind in Olvenstedt zum Anstoß um 15 Uhr aber gerade einmal elf Leute", beklagt SG-Coach Joachim Greisner. Neben verletzungsbedingten Ausfällen bereiten vor allem berufliche und private Verpflichtungen seiner Spieler dem Trainer derzeit Sorgenfalten. Auch unter der Woche beim Training stellt sich die Situation kaum anders da. "Gegen Gommern konnte man in der Vorwoche daher auch sehen, dass wir konditionell nicht ganz auf der Höhe sind. Als der Gegner gegen Ende Druck gemacht hat, standen wir vor ernsthaften Problemen."

Da die zweite Mannschaft zeitgleich gefordert ist, kann Unterstützung aus dem Kreisliga-Kader ausgeschlossen werden. So schnürt morgen einmal mehr Routinier und "Stand-by-Spieler" Thomas Eschner die Schuhe im Magdeburger Nordwesten. Und das ist nun wahrlich kein schlechtes Omen: "In der Vorsaison haben `Esche` und Bill Jentzsch einen Bombenspiel in Olvenstedt abgeliefert", erinnert sich Greisner immer noch gern an den 4:2-Erfolg, an den es morgen anzuknüpfen gilt. "Hinzu kommt, dass auch Germania einige Abgänge zur neuen Saison zu verzeichnen hatte", wie der Coach in Erfahrung bringen konnte. Die schlechte Nachricht aus blau-weißer Sicht: Top-Torjäger Andreas Bode ist weiterhin an Bord und trifft in dieser Spielzeit wieder nach Belieben. Neun Treffer gingen in den ersten fünf Saisonpartien bereits auf das Konto von Bode, auf den die Niegripper Defensive ganz sicher ein besonderes Auge werfen wird.