Sie kämpfen das gesamte Jahr um Bestzeiten, Weiten und Ergebnisse. Doch spätestens heute kommen auch die Sportler im Jerichower Land zur Ruhe, freuen sich auf ein besinnliches Weihnachtsfest und verraten in unserer Sportlerumfrage, was auf ihrem Wunschzettel steht.

Jerichower Land l Auch 2014 wurden sie in erster Linie an ihren Toren und Punkten gemessen: Stürmer, Kreisspieler, Außenangreifer - kurzum die "Offensivkräfte" ihrer Teams.

Einer von ihnen ist Jens Schmidt, der für die Sachsen-Anhalt-Liga-Handballer des SV Eintracht Gommern in vorderster Reihe steht. Daneben ist der 27-Jährige im Innenblock auch an Defensivaufgaben gebunden und wünscht sich für die Rückrunde - mit einem gehörigen Augenzwinkern - den Fair-Play-Preis. "Eigentlich will ich aber nur möglichst verletzungsfrei bleiben und Spaß mit den verrückten Jungs haben." Im ersten Jahr nach dem Aufstieg zählt für die Ehle-Handballer weiterhin nur der Klassenerhalt. "Dazu müssen wir aber unsere Heimstärke wiederfinden", fordert Schmidt, der die Weihnachtstage zusammen mit seiner Familie und Freunden verbringt. "Ganz unspektakulär also, aber die Vorfreude auf das Fest ist riesig."

In Sachen Heimstärke waren Tim Kolzenburg und der Burger BC 08 dagegen in der Fußball-Landesliga das Maß der Dinge. Sieben Siege in sieben Spielen und ohnehin nur ein Unentschieden in der Hinrunde - besser geht es aus Sicht des souveränen Spitzenreiters bislang kaum. "Wer einmal dort oben steht, will natürlich bis zuletzt an der Spitze bleiben", lobt der 19-Jährige mit Blick auf die Rückrunde aus. Vor der Spielzeit zum Team gekommen, steht auf dem persönlichen Wunschzettel vor allem eine verletzungsfreie Premierensaison: "In dieser Hinsicht bin ich ein wenig vorbelastet, hatte in der Vergangenheit schon mit ein paar schweren Verletzungen zu kämpfen. Weitere würde ich mir natürlich gern ersparen", hofft der Student, der sich ebenfalls auf ein paar ruhige Tage im Kreise seiner Lieben freut.

Die Familie nimmt auch für Rüdiger Czarnetzki von den Radballern des RC "All Heil" Lostau einen sehr großen Stellenwert ein. "Meine Frau und ich erwarten im Februar unser zweites Kind. Größter Wunsch ist da natürlich, dass es gesund und munter auf die Welt kommt." Aus sportlicher Sicht gilt es für ihn und Denny Schwiesau, in der 2. Bundesliga an die gute Bilanz der vergangenen Saison anzuknüpfen. "Erklärtes Ziel ist, dort anzuknüpfen, wo wir aufgehört haben. Wenn es uns wieder gelingt, unter den ersten Drei der Liga zu landen und so die Chance auf die Aufstiegsspiele zu erhalten, wäre das toll", blickt der 29-jährige Familienvater voraus, der die Weihnachtstage bei Eltern und Schwiegereltern verbringen wird.

Von den ersten drei Plätzen sind Marcus-Antonio Bach und der SV Union Heyrothsberge, für den der 22-jährige Stürmer die Fußballschuhe schnürt, weit entfernt. Nur ein Punkt trennt den Aufsteiger in der ersten Landesliga-Saison von einem Abstiegsplatz. "Das muss wieder besser werden, aber wir werden alles daran setzen, um uns in der Rückrunde zu verbessern", verspricht Bach. Doch zuvor hat der Angreifer ein paar freie Weihnachtstage im Kreis seiner Familie vor sich. "Darauf freue ich mich wirklich. Für mich ist genau dies das Besondere an Weihnachten", so der Union-Stürmer für den die Feiertage vor allem dazu da sind, "abzuschalten und runterzufahren." Der Sport hat in diesen Tagen also Sendepause. Doch danach heißt es wieder: angreifen. Um dies tun zu können, wünscht sich der 22-Jährige besonders eins: "Gesundheit ist natürlich immer gut".

Während für die einen Weihnachten besinnlich und friedlich wird, schlägt Uwe Werkmeister eher kritische Töne an. Für den Trainer, der zuletzt auch wieder selbst ins Spielgeschehen eingreifen musste, verlief die Hinrunde der Handball-Verbandsliga mit dem SV Eiche 05 Biederitz bisher nicht unbedingt zufriedenstellend. Insofern wünscht sich der Trainer für das nächste Jahr: "Teamgeist ist grundsätzlich wichtig. Wenn wir in der kommenden Halbserie nicht in der Lage sind, unsere Egos zurückzunehmen und das Wohl der Mannschaft in den Vordergrund zu stellen, dann wird auch die Rückrunde problematisch. Und unter den momentanen Gegebenheiten ist Tabellenplatz acht einfach das Maximum. Teamgeist beinhaltet für mich dabei aber auch, dass wir vollzählig trainieren können und auch zu den Spielen nicht ständig in wechselnden Formationen auflaufen müssen." Doch für die Feiertage ist auch beim Biederitzer Ruhe und Erholung angesagt. "Weihnachten verbringe ich ganz normal mit der Familie, für die dann endlich mal Zeit ist, zu Hause."

Über mangelnde Trainingsbeteiligung und fehlenden Teamgeist können sich die Volleyballer des Burger VC 99 nicht beschweren. Hendrik Kliefoth sieht seine sportlichen Wünssche für die Landesoberliga demnach bereits erfüllt. "Unser Ziel war vor der Saison ja der Nichtabstieg und den sollten wir mit Rang fünf wohl bereits in der Tasche haben", freut sich der Student. Dennoch ist auch dem Diagonalangreifer klar, dass die gute Heimbilanz der Ihlestädter in der Rückrunde wohl einige Flecken bekommen wird: "Mit Gardelegen und Wittenberg warten noch zwei sehr schwere Aufgaben in eigener Halle auf uns. Wichtig wird für uns sein, gegen die vermeintlich schwächeren Teams zu punkten." Würde der BVC am Ende der Saison ebenfalls auf dem fünften Rang stehen, "wäre das schon cool", so Kliefoth, dessen größter Wunsch für das nächste Jahr jedoch ein besseres Abschneiden beim Beachvolleyball ist. Der Burger Angreifer muss heute zwar noch einmal für seinen Nebenjob bei der Post arbeiten, die Feiertage verbringt der 27-Jährige dann allerdings mit seinen Eltern und Schwiegereltern.

Die Sportredaktion der Burger Volksstimme wünscht allen Lesern besinnliche Festtage und einen guten Start ins neue Jahr!

   

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