Heyrothsberge l Mit einem knappen 1:0 (1:0)-Heimsieg atmete der SV Union Heyrothsberge am Sonnabend in der Fußball-Landesliga erst einmal durch. Den unerwarteten Erfolg gegen den Magdeburger SV Börde verdankten die Gastgeber ihrer kämpferischen Leistung und dem Treffer von Ex-MSV-Spieler Daniel Stridde.

"Nach dem Abpfiff ging ein hörbares Durchatmen durchs Rund. Die Zuschauer, die uns über 90 Minuten so gut unterstützt und angefeuert haben, waren ebenso froh über den Abpfiff wie wir", fasste SVU-Trainer Torsten Völckel die Stimmung nach dem Heimsieg zusammen. Denn obwohl die Gastgeber couragiert in die Begegnung gingen und durchaus gute Möglichkeiten hatten, musste bis zuletzt um die Punkte gezittert werden. "Wir haben es einfach verpasst, den zweiten Treffer nachzulegen und kamen so hinten raus noch ganz schön in die Bredouille."

Es entwickelte sich trotz einer kleinen Abtastphase zu Beginn der Begegnung ein intensives Spiel. Während die Gäste den größeren Ballbesitzanteil verbuchten, jedoch in Hälfte eins nur selten die Lücke in der SVU-Hintermannschaft fanden, konzentrierte sich Heyrothsberge auf das Umkehrspiel. In der 21. Minute war es dann Stridde, der einen Fehlpass seiner ehemaligen Mannschaftskameraden zur 1:0-Führung ausnutzte.

Beide Teams schenkten sich nichts. So waren die Gäste nach einer halben Stunde am Drücker. Unions Trainer schwahnte bereits Böses, als sich MSV-Stürmer David Berlin theatralisch und ohne Fremdeinwirkung im Strafraum fallen ließ. In dieser Szene verweigerte der Unparteiische den Elfmeterpfiff jedoch. Doch nur wenige Augenblicke später zeigte Alexander Machui (Uchtspringe) auf den Punkt. "Christian Krümling hatte einen Ball zur Ecke geklärt, der Kontakt mit seinem Gegenspieler kam eigentlich erst später", wertete der SVU-Trainer die Situation aus. Maik Leonhardt vergab die Chance zum Ausgleich jedoch.

In Hälfte zwei ging es dann zwischen den Strafräumen hin und her. Die Gastgeber hatten nun Mühe, ihre Defensivordnung zu behalten und mussten einige brenzlige Situationen überstehen. Der Tabellendritte drückte auf den Ausgleich. Die sich daraus ergebenden Kontermöglichkeiten vergaben die SVU-Akteure oder scheiterten am mitspielenden Robert Leonhardt im MSV-Tor. Der Schlussmann sah in der 81. Minute Gelb-Rot, weil er den mittlerweile eingewechselten Philipp Spengler außerhalb des Strafraums von den Beinen holte. Doch auch diese Überzahl brachte Heyrothsberge keine Ruhe. Umso gelöster war die Stimmung nach dem Abpfiff.

"Jeder hat heute für den anderen gekämpft. Ich kann der Mannschaft nur ein Lob aussprechen. Diese Punkte hatte niemand auf dem Schirm, aber wir haben sie uns verdient."

Union Heyrothsberge: Biegelmeier - Vaz, Schumburg, Raugust, Groth, Krümling, Völckel, Kloska, Thormeier, Pinno (56. Müller), Stridde (81. Spengler)

MSV Börde: R. Leonhardt - Sommer (87. Witt), Scheinhardt, L. Spahija, Zoll (84. Mertens), Lohse, Wunderling, M. Leonhardt, J. Spahija, Berlin (61. Prosovsky), Heitmann

Tor: 1:0 Daniel Stridde (21.); SR: Alexander Machui (Uchtspringe), Amin Hamidi, Christoph Blasig; ZS: 98