Burg (inu). Viel Geduld mussten die Ruderer der Wassersportfreunde Burg in diesem Jahr aufbringen, um das Wassertraining aufnehmen zu können. Gerade für die jüngsten Mitglieder ist die harte Winterarbeit gewöhnungsbedürftig.

Nicht nur der lange Winter machte den Aktiven hinsichtlich eines frühen Starts einen Strich durch die Rechnung. Auch der schwere Eisgang hatte einen Teil des Bootssteges beschädigt und unbenutzbar gemacht. Die Reparatur und Überholung konnte durch großen Einsatz einiger Mitglieder nebst schwerer Technik innerhalb von 14 Tagen erfolgreich abgeschlossen werden. Hierfür richtete der Verein einen Dank an Dirk Adam, Clemens Engel, Peter Hemprich, Marco und Thomas Fischer, Reimar Nuße und Enrico Reyher sowie die Firma Engel-Krane, die für die Belange der Wassersportfreunde stets ein offenes Ohr hat.

Damit konnte das Wassertraining beginnen. Der Wettergott zeigte sich dabei in seiner ganzen Bandbreite. Böige und stark wechselnde Winde, Regen und sommerliche Temperaturen wechselten sich ab. So wurde der erste Wettkampf mit großer Erwartung und auch Spannung herbeigesehnt.

Die Zschornewitzer Frühjahrs-Regatta bildete den Auftakt zur diesjährigen Saison und somit zur ersten Standortbestimmung. War die Winterarbeit erfolgreich oder haben wir Nachholbedarf? Eine wichtige Frage in Hinblick auf den weiteren Verlauf des Wettkampfjahres. Mit nur vier Athleten wurde diese Regatta besucht.

Ihre dritte Saison nahmen Johannes Fischer und Alexander Anselm, nun in der Altersklasse 14 startend, in Angriff. Obwohl das Jahr 2010 im Doppelzweier durchwachsen verlief, gewannen sie in Zschornewitz das erste Rennen vor dem Dresdener Ruderclub und einem Boot der Gastgeber. Auch den Einer in dieser Altersklasse gewann Johannes Fischer überlegen. Alexander wurde Vierter.

Für die Jungen der Altersklasse 12, Janosch Weidenbacher und Tim Wentorp, verdoppelte sich die Wettkampfstrecke von 500 auf 1000 Meter. Janosch begann seine Laufbahn vor einem Jahr an gleicher Stelle mit einem zweiten Platz im Einer. Seither zeigte er in dieser Bootsklasse eine makellose Bilanz, siegte in allen Rennen, wurde Landesmeister in Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Mit einem sicheren Sieg zeigte er, dass auch 2011 mit ihm zu rechnen ist. Im gleichen Lauf errang Tim Platz vier.

Im letzten Jahr neu formiert wurde der Doppelzweier mit Tim und Janosch. Auch bei ihrem dritten Start hinterließen sie einen guten Eindruck. Mit über sieben Sekunden Vorsprung gestaltete auch dieses Boot den Saisonauftakt siegreich. "Sechs Starts, vier Siege, zwei vierte Plätze. Was will man mehr", bilanzierte Trainer Reimar Nuße zufrieden.

Gleichzeitig bedauerte er, dass es nicht gelungen ist, weitere Nachwuchsruderer an den Start zu bringen. Mit Marie Ehrenhold, Anne Krankemann und Gene Groth stehen jedoch drei Aktive auf den Sprung, um das kleine, aber erfolgreiche Burger Rudererteam im Laufe des Jahres noch zu ergänzen. Weitere Aktive zeigen gute Ansätze für einen Einsatz 2012.