Burg (okr). 12. Januar 1990: In der Gaststätte des Hermann Matern Hauses Burg kommen die letzten sechs Mitglieder der Abteilung Federball der BSG Fortschritt Burg zusammen. In den Wendemonaten hatten fast alle Aktive den Verein verlassen. "Wir haben dann entschieden, weiter zu machen", sagt das langjährige Vorstandsmitglied Uwe Ruth. Heute verfügt Badminton Burg über 85 Mitglieder und gehört zu den leistungsstärksten Vereinen Sachsen-Anhalts. "An dieser Entwicklung hat Eberhard Langer einen riesen Anteil", betont Ruth, der heute seinem Vorsitzenden zum 70. Geburtstag gratulieren wird.

"Urgestein", "Mädchen für Alles" und "Macher" - Eberhard Langer personifiziert den Badmintonsport in Burg. Er gehörte 1958 zu den Gründervätern der Sektion, war und ist als Spieler und Trainer aktiv und hat seit 35 Jahren den Vorsitz inne.

Angesichts seines jahrzehntelangen Engagements fällt es schwer, einzelne sportliche Erfolge herauszustellen. "Mit dem Schülerteam haben wir 1975 an der DDR-Meisterschaft teilgenommen", erinnert sich Ruth. Später stieg die erste Mannschaft in die Bezirksklasse auf. Noch glanzvoller verliefen die vergangenen zehn Jahre, seit sich Badminton Burg als selbstständiger Verein neu gründete. Unter Langers Führung errangen die Sportler - allen voran der Ranglistenführende Hans Gebser - zahlreiche Landesmeistertitel und Pokalsiege im Jugend- und Seniorenbereich. Krönung war der Gewinn des Landesmannschaftsmeistertitels 2010 und 2011 und die damit verbundenen Aufstiegsspiele zur Oberliga.

Langer hielt dabei stets die Fäden fest in der Hand, organisierte Turniere (Pokal der Stadtwerke, Städtvergleich mit Gummersbach), suchte Sponsoren, fungierte als Pressewart und, und, und...

"Dabei ist er jemand, der die Dinge offen und ehrlich anspricht. Da kommt nicht jeder mit klar", sagt Ruth augenzwinkernd. Doch nur durch dieses hartnäckige Engagement, für das Langer 2005 mit der Ehrenmedaille des Badmintonverbandes ausgezeichnet wurde, blühte der Burger Badmintonsport seit 1990 erst wieder auf.