Im bayrischen Garmisch-Partenkirchen fanden die zweiten Wettkämpfe des Deutschen Schülercups im Skilanglauf statt. Die Sportlerinnen und Sportler aus dem Harz nutzten die Winterferien im Vorfeld, um sich intensiv auf diesen Wettkampf vorzubereiten.

Wernigerode l Durch die künstlich beschneite Loipe am Sonnenberg sowie das neue Skigebiet am Wurmberg hatten die Harzer Skisportler trotz des warmen Wetters die Möglichkeit, auf Schnee zu trainieren.

In Garmisch-Partenkirchen waren bei 17 Grad Celsius und Sonnenschein am ersten Wettkampftag extreme Bedingungen zu erwarten. Dem durchführenden Verein, SC Partenkirchen, war es jedoch zu verdanken, dass trotz des Schneemangels eine feste Piste neben der Schanze am Olympiastation, die auch Station der Internationalen Vierschanzentournee ist, zur Verfügung gestellt werden konnte.

Dieser wurde von den Langläufern bei den sogenannten alpinen Fahrformen bezwungen. Auf den schmalen Langlaufski mussten diverse Schwierigkeiten wie Tore, Steilhang oder eine Schanze bewältigt werden, was ohne Stahlkante an den Brettern oftmals auch zu Stürzen führte. Am besten absolvierte diese Aufgabe Jessica Löschke vom TSV Leuna souverän und in Bestzeit, obwohl sie unmittelbar vor der Ziellinie noch zu Fall kam. Max Kermer vom Skiverein Hasselfelde konnte mit Rang 22 eine beachtliche Platzierung erreichen, zumal die Konkurrenz aus Bayern und Baden-Württemberg im alpinen Bereich deutlich routinierter fährt. Franziska Dahlhaus (NSV Wernigerode) und Jean-Michel Fräsdorf (SV Hasselfelde) waren ebenfalls am Start und ordneten sich am Ende im Mittelfeld der Platzierungsliste ein.

Am Sonntag stand ein Distanzrennen im klassischen Stil auf dem Programm. Das sommerliche Wetter des Vortages war zum Glück passé, stattdessen gab es Schnee- regen. Die fünf Athleten des Skiverbandes Sachsen-Anhalt hatten Glück, ihr Material gehörte dank der Präparierung von Sportwart Holger Stein auf der durchgeweichten Strecke zu den Besten des Feldes.

So konnte Max Kermer sein Ergebnis vom Vortag noch überbieten und verpasste auf Platz 14 liegend die Top Ten nur um wenige Sekunden. Sein Vereinskamerad Jean-Michel Fräsdorf präsentierte sich engagiert und taktisch klug laufend, kam aber in der starken Altersklasse 14 über eine Platzierung im Mittelfeld nicht hinaus. Ähnlich erging es auch Franziska Dahlhaus vom NSV Wernigerode und Lena Weber vom TSV Leuna. Bei ihnen forderte das schwere Geläuf auf den letzten Kilometern seinen Tribut, so dass auch sie keine vorderen Plätze belegten

Jessica Löschke (TSV Leuna)lieferte sich mit ihrer Rivalin Sina Unger abermals ein spannendes Duell. Beim Doppelstart gingen sie gemeinsam ins Rennen und ließen nicht von einander ab. Auf dem letzten Kilometer hatte das Duo bereits einen deutlichen Vorsprung von über einer halben Minute auf ihre Konkurrentinnen, wobei ausschließlich Löschke die Führungsarbeit leistete. Erst auf den letzten 100 Metern konnte sie sich dann von ihrer Mitstreiterin etwas lösen und gewann das Rennen im Foto- finish mit einer Zehntelsekunde Vorsprung. Mit den erreichten beiden Siegen führt die TSV-Sportlerin nun die Cupwertung allein an.