Die A-Jugend des HV Wernigerode hat am Wochenende beim Tabellenzweiten, BSV 93 Magdeburg, verloren. Die Landeshauptstädter setzten sich mit 37:26 durch.

Wernigerode (fbo) l Im Hinspiel hatten die Harzer daheim mit nur zwei Toren Unterschied (26:28) den Kürzeren gezogen.

Die Wernigeröder begannen konzentriert und gingen mit 3:1 in Führung. In der Folge kamen die Hausherren aber besser ins Spiel und es war ein Spiel auf Augenhöhe. In der 16. Minute nahm der Magdeburger Coach seine Auszeit (9:9). Bis dahin hielten die Gäste gut mit. Auch nach der Unterbrechung ging es ausgeglichen weiter und kein Team konnte sich bis zum 13:13 kurz vor der Halbzeitpause absetzen. In den letzten Minuten der ersten Spielhälfte litt bei den Spielern aus Wernigerode jedoch die Konzentration, was die Gastgeber konsequent zur Pausenführung von 17:13 nutzten.

In der Pause forderte Coach Kaufmann sein Team zu intensiverer Abwehrarbeit auf. Seine Spieler versuchten die Forderungen umzusetzen und gingen mit Einsatz in die zweite Halbzeit. Der BSV war aber gewarnt und agierte nun ebenfalls hoch engagiert. Bis zum 22:17 hielten die Harzer das Match noch offen, danach häuften sich allerdings die Unkonzentriertheiten und sie verloren die Linie. Jetzt zeigte sich, warum der BSV in der Tabelle so weit oben rangiert. Mit individueller Klasse setzten sich die Spieler aus der Landeshauptstadt immer besser in Szene und vergrößerten kontinuierlich den Vorsprung. Vor allem aus dem Rückraum waren die Gastgeber häufig erfolgreich. Beim 30:23 war die Partie entschieden (50.). Die Jungen von HVW-Trainer Kaufmann ließen die Köpfe etwas hängen und so hatte der BSV leichtes Spiel. Am Ende stand ein deutlicher 37:26-Sieg für den Gastgeber auf dem Protokoll. Aus HVW Sicht sicher etwas zu hoch, der Erfolg der Landeshauptstädter war am Ende verdient.

Kaufmann war nicht zufrieden mit dem Ergebnis. "Wir konnten lange Zeit gut mithalten und haben ein recht gutes Spiel gemacht. Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen, wir müssen aber weiter hart an der Individualität jedes einzelnen Spielers arbeiten, um eine mannschaftliche Geschlossenheit auf allen Positionen zu erzeugen. Leider konnten wir an die gute Abwehrleistung vom Schönebecker Match nicht anknüpfen und haben hier nicht gut genug gegen den Rückraum des BSV gearbeitet. Im Angriff scheiterten meine Jungs häufig an ihren Nerven, 28 Fehlwürfe sprechen eine deutliche Sprache."

HV Wernigerode: Hesse - Matthies (3), Richter, König, Kaufmann (6), Garm, Christiansen (2), Riesenberg (1), Schulze (4), Kalitzki (2), Rühlmann (8).