Ein erlebnisreiches und überaus erfolgreiches Wochenende liegt hinter den Nachwuchsleichtathleten des Harz-Gebirgslaufverein. Die Wernigeröder gingen erstmals beim Ostseepokal in Rostock an den Start und kehrten mit einem Pokal und vier Medaillen heim.

Wernigerode (ybr/fbo) l Mit über 500 Teilnehmern in den Altersklassen 8 bis 11 ist der Ostseepokal die größte Schülerveranstaltung in Norddeutschland. Entsprechend hoch ist das Niveau und die Teilnehmerzahl in den einzelnen Altersklassen. So wurden in jeder Disziplin immer die besten sechs Athleten geehrt. Die Zuschauer und mitgereisten Eltern bekamen im Rostocker Leichtathletikstadion bei herrlichem Sommerwetter hochklassige Wettbewerbe zu sehen. Die jungen Harzer zeigten trotz der starken Konkurrenz keine Nervosität und erzielten zahlreiche persönliche Bestleistungen.

Herausragender Athlet war einmal mehr Jonathan Toppel, der gleich drei Medaillen mit nach Hause nahm. Schon im Vorlauf über 50 m erzielte der Achtjährige Bestzeit mit 8,38 s und sprintete im Finale als Dritter in 8,39 s ins Ziel. Auch im Weitsprung wurde es Bronze ebenfalls mit Hausrekord von 3,48 m. Das beste Ergebnis erreichte Jonathan erneut auf seiner Paradestrecke, dem 800 m-Lauf. Mit einem Start-Ziel-Sieg und fast 100 m Vorsprung lief er neuen Meetingrekord von 2:42,56 min und steigerte seine Zeit vom Wernigeröder Läufertag um eine weitere Sekunde. Für diese sensationelle Leistung bekam der HGL-Athlet den Ostseepokal in der Altersklasse M 8. Eine weitere Bronzemedaille sicherte sich Lea Brandecker ebenfalls über 800 m. Die Zehnjährige ging 200 m vorm Ziel mutig an die Spitze und musste sich erst im Endspurt geschlagen geben. Dabei steigerte sie ihre persönliche Bestzeit um sechs Sekunden auf 2:46,31 min. Im Weitsprung verpasste die Wernigeröderin als 13. mit 3,85 m knapp den Endkampf.

Auch die anderen Mittelstreckler erzielten reihenweise neue Hausrekorde. Großes Pech hatte die jüngste Harzerin Leni Straubing, die über 800 m der W8 bis kurz vorm Ziel auf "Silberkurs" lag und dann noch überspurtet wurde. Am Ende wurde sie hervorragende Fünfte mit neuer Bestzeit von 3:06,13 min. Bei den Elfjährigen lief Amy Turk über 800 m als Zehnte ebenso Hausrekord (2:51,93 min) wie Sophie Schreiner als Zwölfte in 2:55,34 min. Gleiches gelang den Zehnjährigen, wo Jasmin Gessing als Elfte in 2:59,45 min erstmals unter drei Minuten blieb. Diese magische Grenze verfehlte Pauline Dieckmann als Zwölfte trotz Bestzeit von 3:01,70 min. Bei den Jungen der Altersklasse M10 kam Maurice Geelhaar als Siebenter in 2:53,38 min ins Ziel und verwies Lucas Zwick, der mit 2:53,56 min Hausrekord lief, auf den achten Platz. Dahinter landete Richard Straubing mit Bestzeit von 3:09,89 min auf dem 14. Platz.

Weitere Top-Ten-Platzierungen erreichte Maurice Geelhaar im Sprint und Weitsprung. Nach den Vorläufen lag der Zehnjährige mit 7,71 s auf dem zweiten Platz. Im Finale erwischte er aber einen schlechten Start und wurde in 7,90 s Sechster. Im Weitsprung bedeuteten 3,84 m den achten Platz. Die gleiche Platzierung erkämpfte die Jungen-Staffel der U12 über 4 x 50 m. In der Besetzung Julian Schmuck, Maurice Geelhaar, Ole Litwin und Richard Straubing sprinteten die HGL-Jungs in Bestzeit von 31,40 s als Achte ins Ziel. Die Mädchen der U12 kamen mit Hausrekord von 31,42 s in der Besetzung Amy Turk, Lina Müller, Sophie Schreiner und Lea Brandecker auf den elften Platz. Die zweite Mädchen-Staffel mit Pauline Dieckmann, Malena Bielas, Jasmin Gessing und Viktoria Naumann belegte in 33,99 s den 16. Platz.

Überzeugende Leistungen zeigte Richard Pinno in der M12, wo er mit neuem Hausrekord von 1,35 m Sechster im Hochsprung wurde. Als Achter im Weitsprung (4,50 m) und Elfter im Ballwurf (40,00 m) verpasste er nur knapp seine Bestleistungen. Trainingskameradin Sarah-Michelle Palmer lief über 800 m der W13 in 2:49,97 min als 15. ins Ziel. Einen starken Tag hatte Malena Bielas, die in der W9 als Achte im Weitsprung mit 3,38 m und als Zehnte im Ballwurf mit 22,50 m zweimal in den Top Ten war. Zudem sprintete sie im Vorlauf über 50 m Bestzeit von 8,80 s. Ähnlich stark präsentierte sich Lina Müller, die mit neuer Sprintbestzeit von 8,06 s das B-Finale der W 10 erreichte, wo sie in 8,27 s Achte wurde. Im Ballwurf bedeutete Hausrekord von 27,50 m Platz 14.

Bei den Zehnjährigen erkämpften Lucas Zwick und Ole Litwin im Ballwurf die Plätze 16 und 18 (30,50 bzw. 30,00 m). Auch Sinan Uysal warf den Ball auf 31,50 m und wurde 16. in der M12. Julian Schmuck stellte einen neuen Hausrekord im Weitsprung auf und belegte mit 3,81 m den 18. Platz in der M11. Neue Bestzeiten im Sprint über 50 m liefen Viktoria Naumann (W 10) mit 8,39 s, Sophie Schreiner (W 11) mit 8,20 s, Leni Straubing (W 8) mit 9,02 s und über 75 m Sinan Uysal (M12) mit 11,39 s.

Die Trainer zeigten sich hoch erfreut über die neuen Rekorde ihrer Schützlinge und haben den Ostseepokal 2015 fest im Terminkalender stehen.