Doris Cuno gehört zu den 12 Schützinnen und Schützen aus Sachsen-Anhalt, die im Oktober bei der Deutschen Meisterschaft Auflage in Dortmund an den Start gehen. Lokalsportredakteur Bernd Kramer sprach mit der 58-jährigen Sportschützin, eine der vier teilnehmenden Frauen aus Sachsen-Anhalt.

Volksstimme: Sie wurden bei den diesjährigen Landesmeisterschaften in Letzlingen mit 298 Ringen hinter ihrer Dauerkonkurrentin Sabine Helbing Vizelandesmeisterin. Haben Sie da schon mit einer Teilnahme an der Deutsche Meisterschaft geliebäugelt?

Doris Cuno: Nein, auf keinen Fall. Die Limitzahlen werden ohnehin erst Monate später bekannt gegeben. Ich habe mich vor allem über das gute Ergebnis gefreut, mein bisher bestes bei großen Meisterschaften. Dass es dann auch noch zum Vizemeistertitel gereicht hat, ist umso schöner.

Die Limitzahlen sind nun bekannt und es steht fest, dass Sie sich in Ihrer Altersklasse bei den Seniorinnen A für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert haben. Wie haben sie die Nachricht aufgenommen?

Ich bin freudig erregt. Ich hätte mir das nicht träumen lassen, dass ich einmal bei einer Deutschen Meisterschaft dabei bin, zumal ich erst seit 2009 schieße. Nun ist es Realität geworden und unsere Schützengesellschaft hat in diesem Jahr sogar zwei Teilnehmer bei diesen Titelkämpfen, das kann sich doch sehen lassen, oder?

Wie sind Sie zum Schießsport gekommen?

Auslöser war unser Sohn Sandy, er hatte den ersten Kontakt zur Schützengesellschaft Emersleben und hat dann meinen Mann überzeugt, es mal mit dem Schießsport zu probieren. Beide haben mich dann auch begeistert und so bin ich jetzt fünf Jahre dabei. Übrigens freuen sie sich mit mir, dass ich zu den Dortmund-Fahrern gehöre.

Wie oft trainieren Sie, haben Sie die Intensität erhöht?

In der Regel trainiere ich einmal pro Woche. Seitdem ich weiß, dass ich in Dortmund an den Start gehe, wird zweimal trainiert. Obwohl ich als Fleischverkäuferin im Schichtbetrieb arbeite, kann ich mir das so einrichten. Große Unterstützung erhalte ich bei der Vorbereitung auf den Wettkampf von meinem Mann Roland, er gibt mir viele Tipps und Anregungen. Außer Schießen sind da noch einige andere Dinge zu erledigen.

Was haben Sie sich für den großen Saisonhöhepunkt im Oktober vorgenommen?

Die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft motiviert mich zusätzlich und deshalb möchte schon ein gutes Ergebnis erreichen, die Platzierung ist mir da egal. Steigerungsmöglichkeiten sind noch vorhanden. Ich bin aber Realist und denke, wenn ich in Dortmund auch 298 Ringe schieße, wäre ich auf alle Fälle zufrieden.

 

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