Halberstadt (fbo) l Ein Stück Halberstädter Geschichte haben Nikola Blume, Jens Czerwinski und Torsten Nitsch mitgestalten und miterlebt.

Vor wenigen Tagen trafen sich die stärksten Frauen und Männer Europas im Halberstädter Friedensstadion, um ihre Besten zu ermitteln. Über 200 Schwerathleten aus elf Nationen starteten in der Domstadt. In den Disziplinen Strongest Man, Ultrastein, Steinstoß, Schleuderball, Keulenwurf, Igmander und einer Vielzahl weiterer Wettkämpfe wurde der Titel Europameister vergeben.

Der Halberstädter Leichtathlet Torsten Nitsch, Sportler mit Handicap, belegte im Schleuderball den fünften Platz mit 27,27 m. Überwiegend aber erlebte der IDM und Bundessieger die EM als Kampfrichter. Gemeinsam mit seiner Partnerin sowie Nikola Blume und Jens Czerwinski sicherten sie den Wettkampfbetrieb für über 30 Disziplinen ab. Nitsch: "Es war eine anstrengende aber beeindruckende Begegnung mit den Athleten aus ganz Europa." Emotional erlebten die Vertreter aus Halberstadt großartige sportliche Leistungen. Sie waren Augenzeugen von Weltrekorden und ungeahnter Anstrengungen eines jeden Teilnehmers. Durch den Start und der Kontakte nach Halberstadt überlegt der Veranstalter erstmals in zwei Jahren eine Integrative Europameisterschaft auszutragen. Die EM in Halberstadt war somit auch ein Pilotprojekt für Sportler mit Handicap. Anknüpfungspunkte sind gegeben mit gemeinsamen Disziplinen wie Standweitsprung, Diskuswurf, Kugelstoß und Keulenweitwurf, warum dann auch nicht gemeinsam starten in der Internationalen Wettkamfarena.

Nitsch: "Eine Integrative EM wäre einzigartig im internationalen Wettkampfgeschehen und würde neue Innovationen aufzeigen im sportlichen Wettstreit zwischen Menschen mit und ohne Behinderung." Nitsch hat aus dem Behindertensport schon signalisiert bekommen das Stendal, Erfurt und auch Wolfsburg eine Interesse an der Austragung angemeldet haben.