Die Saison der Pferdesportler neigt sich dem Ende entgegen. Für Stefanie Burisch (RFV Halberstadt) war es eine erfolgreiche. Zuletzt siegte sie in Aschersleben. Im Gespräch mit Sportredakteur Florian Bortfeldt gibt sie Einblicke in ihr Sportjahr 2014.

Volksstimme: Sie waren diesen Sommer bei einigen Turnieren erfolgreich unterwegs, schildern Sie bitte kurz wo und wie sie abgeschnitten haben?

Stefanie Burisch: Die Freiluftsaison startete wie in fast jedem Jahr traditionell am ersten Maiwochenende in Derenburg. Dort konnte ich mit meinem Pferd Willow bei drei Starts gleich zwei Prüfungen gewinnen (ein A** Springen und ein L-Springen/d. Red.) sowie in einer weiteren Springprüfung der Klasse A** Platz zwei belegen. Weitere Turniere folgten u.a. in Königsborn, Westeregeln, Mehringen, Klosterrode, Westerhausen, Aschersleben. Von den aufgezählten Turnieren konnten wir überall Siege in den Klassen A** und L mit nach Hause bringen.

Zuletzt waren Sie siegreich beim 4. Ascania Pferdefestival in Aschersleben, einem Wettbewerb vor toller Kulisse. Wie war das?

Sie sagen es, die Kulisse hat den Unterschied ausgemacht: Mitten im Stadtzentrum Ascherslebens auf der Herrenbreite zum ersten Mal an den Start zu gehen, war für mich persönlich ein ganz tolles Erlebnis. Wie viele sicher wissen, stellte die Herrenbreite 2010 einen Teil der Bundesgartenschau dar. So ein Ambiente erlebt man auf den Reitturnieren in der Umgebung nicht alle Tage. Umso besonderer waren für mich auch die Ergebnisse mit denen ich diese Veranstaltung wieder verließ. Mein Pferd blieb in beiden regional ausgeschriebenen Springprüfungen mit der schnellsten Zeit fehlerfrei, so dass wir uns auch hier die Siege sichern konnten.

Willow und Sie sind seit inzwischen 2003 ein Team. Beschreiben Sie die Abläufe mit ihrem Pferd, wie oft in der Woche sieht man sich, wie hoch ist das Trainingspensum?

Das ist in der Tat eine ganze Weile. Ich bekam Willow als er gerade acht Jahre alt war. Nun bestreiten wir schon das zwölfte Turnierjahr. Es gab viele Höhen und Tiefen, sowohl sportlich als auch gesundheitlich.

Mittlerweile ist er 19 Jahre alt und ich hoffe sehr, dass ich ihn noch ein paar Jahre im Turniersport einsetzen kann, auch wenn er in der Reitsportszene schon jetzt als "Rentner" bezeichnet wird. Ich weiß, dass er Spaß am Springen hat und gesundheitlich absolut fit ist und sehe deshalb auch keine Notwendigkeit ihn auf Grund seines Alters nun nur noch auf der Wiese abzustellen.

Willow wird regelmäßig, das heißt etwa drei- bis viermal pro Woche geritten oder longiert, um seine Kondition aufrecht zu erhalten. Zudem genießt er in vollen Zügen von morgens bis abends seinen Weidegang. Ich bin vorwiegend zweimal täglich im Stall. Morgens zum Füttern und auf die Weide bringen und nach der Arbeit zum Reiten und Erledigen der Stallarbeit.

Um den Halberstädter Reitsport ist es 2014 etwas ruhiger geworden, gab Harzer Derby fiel komplett aus. Warum?

Durch den Verkauf des Spiegelsbergengutes zu Beginn des Jahres war es rein organisatorisch leider nicht zu 100 Prozent möglich, das Harzer-Springderby, welches sonst traditionell im August stattfand, durchzuführen. Im nächsten Jahr wird es aber voraussichtlich wieder diverse Veranstaltungen geben, wie zum Beispiel den Osterreitertag in der Reithalle. Auch eine Veranstaltung im Sommer auf dem Reitplatz bei den Tennisplätzen ist wieder in Planung.

Was sind die verbleibenden Höhepunkte beziehungsweise Wettbewerbe für Sie in diesem Jahr?

Beim Turnier in Klosterrode haben wir uns mit einem zweiten Platz im L-Springen für das Finale beim Dreiländer-Cup qualifiziert. Dieses findet heute in Wanfried (Hessen) statt. Der Dreiländer-Cup besteht aus den besten zwölf Reitern der Qualifizierungsprüfungen aus den Bundesländern Niedersachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt.

Am morgigen Sonntag gehen wir in Groß Quenstedt noch einmal an den Start und Anfang Oktober schließen wir dann die Saison in Wernigerode für dieses Jahr ab.