Wernigerode l Die ersten Trainingsläufe für das Sprintrennen konnten ausschließlich mit dem Regen-Setup gefahren werden, dies machte eine gute Qualifikationszeit umso schwieriger. Erst im letzten Qualifikationslauf trocknete die Strecke ab. Nur 20 Minuten standen den Fahrern zur Verfügung, um sich den bestmöglichen Startplatz zu sichern. Für Oliver Oppermann vom Racing Team Sumuray (RTS) ging es direkt hinter dem ehemaligen IDM-Fahrer Uwe Pollheide von Startplatz zwei ins Rennen. Lutz Brandenburger und Dirk Schulze starteten von den Plätzen elf und zwölf. Am Start verloren alle RTS-Fahrer die ein oder andere Startposition, die es im Rennverlauf wieder zurück zu gewinnen galt.

Dies gelang bis zur fünften Runde, als bei einem Fahrer der Motor platzte. Dirk Schulze vom Racing Team Sumuray rutschte auf der hinterlassenen Öl-Spur aus, bei seinem Sturz wurde sein Motorrad zerstört und er brach sich das Schlüsselbein. Bis zu diesem Zeitpunkt war Dirk Schulze auf den zehnten Platz vorgefahren. Während Lutz Brandenburger das Rennen als Neunter beendete, eroberte sich Oliver Oppermann in der dritten Rennrunde nach einem hartnäckigen Kampf mit seiner BMW S 1000 RR den zweiten Platz zurück. Da Uwe Pollheide außerhalb der Wertung fuhr, beendete der RTS-Pilot das Rennen als Sieger.

Am zweiten Renntag ging es mit schwierigen Wetterbedingungen weiter, auch der Erfolg der Harzer Motorradsportler hielt an. Im Zwei-Stunden-Langstreckenrennen starteten Lutz Brandenburger und Oliver Oppermann für das Racing Team Sumuray, knapp 40 Teams galt es zu bezwingen. Aufgrund der nassen Streckenverhältnisse erfolgte der Start hinter dem Safety Car. Lutz Brandenburger startete im Regen-Setup mit dem Ziel, die erste Rennhälfte zu bewältigen. Nach knapp 50 Minuten bei einer rasch trocknenden Strecke waren die Regenreifen von Brandenburger am Ende. Es folgte der Fahrerwechsel in der Boxengasse. Nur wenige Sekunden später war nun Oliver Oppermann gefordert, auf trockener Strecke Zeit gut zu machen. Nach einer Aufholjagd dann die unerwartete Nachricht - ein leerer Tank zwang den Harzer zu einem zusätzlichen Zwischenstopp.

Nach einem "Schnelltankversuch" galt es für Oppermann "zu retten, was zu retten geht". Mit hauchdünnem Vorsprung von 0,7 Sekunden sicherte er dem RTS-Duo den ersten Platz. Das zweite Sumuray-Duo konnte wegen der Verletzung von Dirk Schulze nicht den Start gehen.

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