Der FSV Sargstedt hat sich mit einem knappen 1:0-Heimsieg gegen Germania Wernigerode etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschafft. Torschütze des FSV war Roland Kullmann in der Nachspielzeit.

Sargstedt (bkr) l "Der Gegner hat heute bestimmt gedacht, da fahren wir gerade mal hin und schenken Sargstedt sechs oder sieben Tore ein und gut ist es. Wenn wir den Kader aber einigermaßen zusammen haben, können wir ganz gut mithalten, auch wenn es dann wie heute über eine kämpferische Leistung gehen muss", stellte Sargstedts Trainer Mike Schönbeck nach dem Spiel fest.Er hatte seiner Mannschaft vor dem Anpfiff darauf eingestellt, gegen die Germanen so lange wie möglich kein Gegentor zuzulassen. Je länger dies dauert, um so nervöser wird Germania werden. So sollte es seiner Meinung dann auch kommen.

Die Wernigeröder hatten die eindeutig bessere Spielanlage, doch der FSV stand in der Abwehr kompakt. Der FSV wollte außerdem schnell nach vorn spielen, doch das ließ der aufmerksame Gegner in der ersten Hälfte nur selten zu. Die Germanen waren vor allem bei Konter und Standards gefährlich, bei denen sich der FSV-Torhüter Christian Müller dreimal auszeichnen und Gegentreffer verhindern konnte. Für den FSV hatten Roland Kullmann, der mit einem Schuss aus 16 Metern das Außennetz traf, und Stefan Ruppers mit einem Freistoß aus 25 Metern, den Germania-Keeper Philip Sänger von der Linie zur Ecke abwehren konnte, die besten Chancen im ersten Durchgang. Auch nach dem Seitenwechsel hatte Germania mehr Spielanteile, doch die Sargstedter Abwehr behielt weiter die Übersicht. Im Angriff kam der FSV nicht mehr gefährlich vor des Gegners Tor, weil die Konter nicht ordentlich zu Ende gespielt wurden. In der 63. Minute entschied der Schiri nach einem Foul auf Strafstoß für die Germanen. Der Elfmeter landete aber am Pfosten. Der Nachschuss landete dann zwar im Tor, doch der Schiri erkannte den Treffer wegen Abseits nicht an. In der Folgezeit standen die Platzherren unter Druck, doch echte Torchancen konnten sich die Germanen nicht erarbeiten. So blieb es bis kurz vor Schluss beim 0:0. Da gelang dem FSV in der 90 Minute noch ein Konter, der bis zum Ende ausgespielt wurde und den Sargstedtern den Sieg brachte. Roland Kullmann wurde als Torschütze gefeiert. "Eine solch kämpferische Leistung meiner Mannschaft wünsche ich mir öfter. Wenn wir uns dann auch noch spielerisch steigern können, werden wir die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen", so das Fazit von Schönbeck.

FSV Sargstedt: Müller - Keim, Wendt, Schmalian, H. Kullmann, R. Kullmann, Kosinski, Ruppers, Bartels, Laub, Doege (71. Lemke);

Germania Wernigerode: Sänger - Gasch, Franke, Roth, Raue, Milde, Michaelis (63. Mendritzki), Krebs, Anschiz, Seil, Reichelt;

Torfolge: 1:0 Roland Kullmann (90.+1) Schiedsrichter: Torsten Nehrkorn (Ditfurt); Zuschauer: 45.