Die Ringer des Wernigeröder SV Rot Weiß haben bei den Landesmeisterschaften einen erfolgreichen Start ins Jahr 2015 hingelegt. Die Harzer kamen mit elf Medaillen von den Titelkämpfen im freien und klassischen Stil in Halle heim.

Wernigerode l Die Kämpfe wurden in beiden Stilarten (frei und klassisch) ausgetragen. Für einige WSV-Ringer, die in beiden Konkurrenzen antraten, wurde es daher ein sehr langer und harter Tag. Betreut wurden die Harzer vom Trainergespann Volker Waldburg, Patrick Hunger und Rolf Leutelt.

Den Start machte der A-Jugendliche Timo Bonin in der Gewichtsklasse bis 76 kg, er gewann seinen ersten Kampf mit starker Leistung durch technische Überlegenheit. Der Kampf hatte jedoch viel Kraft gekostet, in den folgenden Auftritten fehlte Bonin schlichtweg die Puste. Trotz guter Leistungen verpasste er als Vierter das Podium. Besser machte es sein Vereinskamerad Elma Kresse in der gleichen Gewichtsklasse. Mit konstanter Leistung erkämpfte er einen Sieg mehr und sicherte den Bronzerang.

In der Klasse bis 54 kg gab Jakob Hollstein (B-Jugend) sein Debüt auf der Ringermatte. Er zeigte sehr gute Ansätze, kämpfte in allen Duellen verbissen und konnte am Ende sehr stolz über seinen vierten Platz sein. Zwei Gewichtsklassen höher (bis 63 kg) ging Leon Schapschinski in der B-Jugend an den Start. Ähnlich wie Jakob Hollstein zeigte auch er gute Ansätze und wurde für seinen Kamfgeist mit einem Sieg und der Silbermedaille belohnt.

Auch die Leistung des jüngsten Wernigeröders konnte sich sehen lassen. Erik Köhler trat bei den C-Jugendlichen in der Gewichtsklasse bis 69 kg an und musste es mit dem zehn Kilogramm schwereren Falk Hoffmann (TSG Leuna) aufnehmen. Gleich zu Beginn brachte Erik Köhler drei gute Würfe durch und punktete sich in Führung. Im weiteren Verlauf bekam er seinen körperlich überlegenen Gegner nicht zu halten und musste sich nach gutem Kampf geschlagen geben. Der Vize-Landesmeistertitel war der Lohn für eine gelungenes Debüt.

Bei den Männern stellten sich fünf Wernigeröder dem Kampf um die begehrten Medaillen. Den Anfang machte Erik Palmer in der 57 kg-Klasse. Gegen Dauerrivale Jan Leuthold hatte er diesmal etwas Pech und verlor unglücklich. Im weiteren Turniergeschehen steigerte sich Erik Palmer und gewann mit guten Leistungen den Vize-Landesmeistertitel im freien und klassischen Stil. Schwer hatte es Ricardo Bonin in der Gewichtsklasse bis 74 kg im freien Stil, da er schon früh auf die Topfavoriten Marcus Breitschuh und Brian Bliefner traf. Er kämpfte beherzt und konnte sich am Ende den Bronzerang sichern.

In der Klasse bis 86 kg im freien Stil zeigte sich Mathias Jahn sehr gut aufgelegt und kämpfte sich bis ins Finale. Hier führte der WSV-Ringer bis 30 Sekunden vor dem Ende mit 10:7, der Sieg schien so gut wie sicher. Doch dann fasste sich sein junger Kontrahent ein Herz, überraschte den Wernigeröder mit einem schönen Wurf und sicherte sich noch den Titel. Im klassischen Stil startete Mathias Jahn in der Gewichtsklasse bis 80 kg und traf gleich im Auftaktkampf auf seinen Vereinskollegen Florian Metorn. Beide kennen sich aus unzähligen Trainingskämpfen, am Ende setzte sich Jahn dank der größere Erfahrung durch. Im weiteren Turnierverlauf mussten sich die beiden Wernigeröder dem späteren Landesmeister aus Tschechien geschlagen geben und belegten die Plätze zwei und drei.

Ein Mammutprogramm hatte an diesem Tag Christian Schurig in der Gewichtsklasse bis 96 kg zu bewältigen. Gleich sieben Kämpfe standen in beiden Stilarten auf seinem Programm. Christian Schurig ließ sich davon nicht beeindrucken und holte in jedem Duell das letzte aus sich heraus. Nach zwei Punktsiegen und einem Schultersieg stand der Wernigeröder im Finale um den Landestitel im freien Stil. Hier lieferte er sich mit dem amtierenden Landesmeister Christian Mehlig (Sangerhausen) ein packendes Duell auf Augenhöhe, das Mehlig knapp für sich entschied. Im klassichen Stil verlief das Turnier ähnlich, erneut trafen Christian Schurig und Christian Mehlig im Finale aufeinander. Und wiederum entschied Mehlig den Kampf um Gold knapp für sich.

Nach dem guten Abschneiden warten die Wernigeröder Ringer nun mit Spannung, welche Athleten zu den Mitteldeutschen Meisterschaften entsandt werden.