Wernigerode (ige) l Der HV Wernigerode hat in der Sachsen-Anhalt-Liga den Sprung in die obere Tabellenhälfte verpasst. Beim direkten Tabellennachbarn SV Eintracht Gommern mussten sich die Mannen von Trainer Björn Ahlsleben mit 24:28 geschlagen geben.

Neben den bereits im Vorfeld bekannten Ausfällen hatten die Wernigeröder auch noch mit einigen angeschlagenen Spielern zu kämpfen. So waren Markus Czaja und Felix Wilde krankheitsbedingt nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Zu allem Überfluss verletzten sich im Verlauf der Partie Lukas Karau (Verstauchung der Hand) und Benjamin Nierlein am Fuß, so dass die Wernigeröder vor allem in der zweiten Halbzeit kaum noch Alternativen besaßen.

"Die Personalsorgen und unglücklichen Umstände will ich trotzdem nicht als Ausrede geltend machen, weil wir die Partie auch mit diesem Aufgebot hätten gewinnen können", führte Trainer Björn Ahlsleben zu viele Fehler seiner Schützlinge als Grund für die Niederlage an. "In der ersten Halbzeit haben sich diese noch nicht entscheidend ausgewirkt, nach dem Seitenwechsel haben sie schließlich zur Niederlage geführt", so der HVW-Coach.

Seine Mannen erwischten den besseren Start und lagen nach elf Minuten mit 9:4 in Führung. In der Folge haben es die Wernigeröder allerdings nicht geschafft, ihrer Linie treu zu bleiben. Eintracht Gommern glich mit einem Zwischenspurt zum 9:9 aus (18.). Auch den erneuten Rückstand beim 9:11 egalisierten die Hausherren bis zur Pausensirene (13:13).

Nach Wiederanpfiff konnten die Wernigeröder noch fünf Minuten Paroli bieten (15:15), im weiteren Verlauf zog Eintracht Gommern dann bereits vorentscheidend auf 20:16 davon. Ein Grund hierfür waren auch die fehlenden Alternativen auf Wernigeröder Seite, zumal die Gastgeber mit voller Kapelle antraten und das gesamte Spiel über ein hohes Tempo gingen. Phasenweise führten die Gastgeber mit fünf Toren (24:19, 26:21), am Ende stand ein 28:24-Sieg an der Anzeigetafel.

"Wir haben uns einfach zu viele Fehler geleistet, um bei einer Mannschaft wie Gommern bestehen zu können. 20 Abspiel- und technische Fehler, dazu zahlreiche vergebene Chancen, darunter allein vier Siebenmeter, sind einfach zu viel. Auch in der Abwehr haben wir uns trotz der recht geringen Zahl von 28 Gegentoren diesmal noch zu viele Fehler erlaubt", führte HVW-Coach Björn Ahlsleben die Hauptgründe für die Niederlage an.

HV Wernigerode: Zimmermann, Wisotzky - Czaja (8/2), Mießner (2), Hoffmann (5), Nierlein (3), Karau (1), Weist (3), Wilde (2), Dieterich, Csordas;

Zeitstrafen: Gommern 3 - HV Wernigerode 3; Siebenmeter: Gommern 2/2 - HV Wernigerode 7/3.