Etwas zur Nebensache ist in diesen Tagen die letzte Begegnung des VfB Germania Halberstadt geworden. Schon seit drei Wochen stehen die Domstädter als Meister der Oberliga fest, so dass der rein sportliche Anreiz für die Fans etwas in den Hintergrund gerückt ist. Vielmehr geht es ihnen jetzt um das gebührende Feiern mit dem Team.

Halberstadt. Dabei genießt die Begegnung gegen den FC Sachsen Leipzig ganz besonderen Charakter, abgesehen davon, dass es das vorerst letzte Oberliga-Spiel des VfB Germania ist. Denn eine gewisse Parallele wird deutlich: In der Saison 2003/04 ging Liga-Konkurrent VfB Leipzig (Vorgänger des 1. FC Lok) insolvent. Damals hätten die Messestädter ihr letztes Oberliga-Spiel im Friedensstadion ausgetragen müssen. Aufgrund von Sicherheitsbedenken kam es nicht mehr dazu. Nun also ist der FC Sachsen, dessen Name ebenso nach der Insolvenz aus dem Vereinsregister gelöscht wird, zu Gast. Trotz und gerade wegen der aktuellen Geschehnisse darf am Sonntag mit einigen Schlachtenbummlern aus Leipzig gerechnet werden.

Für den VfB Germania geht es ab 13.30 Uhr noch mal um viel, zwei Tore nämlich sollen her, dabei möglichst mit einem Sieg verbunden. "Wir werden alles dafür tun, um zu gewinnen. Denn unsere Aufstiegsfeier danach wollen wir uns ungern vermiesen lassen. Zudem soll zum Abschied das 400. Oberligator her. Das ist Ansporn genug", so Mittelstürmer Fait-Florian Banser, der ergänzt "eigentlich sollten die zwei fehlenden Treffer schon in Halle fallen."

Vor der großen Sause, ge-plant ist nach Spielende auch ein Autokorso zum Rathaus (siehe Infokasten rechts), wollen auch die Zuschauer noch mindestens zwei Tore bejubeln. "Jetzt wird es noch mal spannend, denn zwei Tore gegen den FC Sachsen sind ja auch nicht ganz einfach", so Fanclub-Chef Eddi Masannek.