Wernigerode (jha/ige). Der SV 56 Timmenrode hat das verlängerte Wochenende genutzt, um die Tabellenführung in der Fußball-Harzliga III zu erobern. Mit zwei Siegen wurde Aufsteiger Stahl Blankenburg an der Spitze abgelöst.

SV 56 Timmenode - SG Heimb./Börnecke 3:0 (2:0)

Die Timmenröder übernahmen von Beginn an das Kommando, Michele Schütz traf im Nachsetzen zur schnellen Führung. Auch im weiteren Verlauf blieb die Heimelf spielbestimmend, Gästekeeper Torsten Reitmann verhinderte mit tollen Paraden einen höheren Rückstand. Gegen den Freistoß von Martin Winter zum 2:0 war auch er machtlos. Nach Wiederanpfiff ließen die Gastgeber etwas nach, die SG Heimburg/Börnecke blieb aber ohne nennenswerte Torchance. Ein Elfmeter nach Foul an Daniel Gnädig brachte in der Nachspielzeit den 3:0-Endstand.

Torfolge: 1:0 Michele Schütz (7.), 2:0 Martin Winter (19.), 3:0 Daniel Hoffmann (90.+1 FE).

Einheit Wernigerode II -

Glück Auf Hüttenrode 4:0 (3:0)

Das Duell zwischen Einheit-Coach Mario Schmidt und seiner Ex-Verein war von Beginn an eine klare Angelegenheit. Angetrieben von einem überragenden Spielmacher Robin Sonntag, der neben dem lupenreinen Hattrick seine Mitspieler auch immer wieder gefährlich in Szene setzte, schossen die Hasseröder bereits zur Pause eine 3:0-Führung heraus. Bei der einzigen Hüttenröder Gelegenheit verwehrte Referee Rogulla den Gästen einen klaren Elfmeter. Ansonsten hatten die Oberharzer lediglich zwei weitere Möglichkeiten, während der Einheit-Sieg bei besserer Chancenverwertung deutlich höher hätte ausfallen können.

Torfolge: 1:0, 2:0, 3:0 Robin Sonntag (14., 26., 45.), 4:0 Tino Leßmann (64.).

SV 56 Timmenrode - Germ. Wernigerode II 2:1 (1:1)

Mit einem schwer erkämpften Heimsieg übernahm der SV Timmenrode die Tabellenspitze, wobei die Gäste spielerisch das etwas bessere Team waren. Ein Stellungsfehler nach Eckball brachte die Heimelf ins Hintertreffen, Yves Bilsing (14.) und Andreas Sattler (38., Freistoß) hätten für die Germania nachlegen können. Mit viel Kampfgeist fanden die Platzherren in die Partie und glichen durch einen Handelfmeter aus. Nach der Pause erhöhte Timmenrode den Druck, zum Siegtor bedurfte es aber trotz guter Chancen erneut eines Elfmeterpfiffs. Zuvor hatten sich die ohnehin ersatzgeschwächten Gäste durch Gelb-Rote Karte gegen Yves Bilsing (77.) und Simon Jödecke (81.) weiter dezimiert. Andreas Damköhler vergab in der Schlussminute einen noch höheren Sieg.

Torfolge: 0:1 Alexander Bär (11.), 1:1, 2:1 Martin Winter (42. HE, 82. FE).

Eintracht Derenburg - R-S Reddeber/Minsl. 3:1 (1:0)

Die Eintracht war über die gesamte Spielzeit hinweg tonangebend, Reddeber/Minsleben hatte seine erste Chance erst nach 67 Minuten durch einen Fernschuss von Ronny Ehlers. Markus Bodenstedt traf aus 18 Metern zur verdienten Pausenführung, gleich nach dem Seitenwechsel erhöhte Nico Hillen mit schöner Einzelleistung. Die Eintracht spielte weiter nach vorn, nach Flanke von Gerome Klingemann war erneut Nico Hillen zur Stelle. Aus abseitsverdächtiger Position gelang den Gästen noch der Ehrentreffer.

Torfolge: 1:0 Markus Bodenstedt (42.), 2:0, 3:0 Nico Hillen (46., 78.), 3:1 Jörg Schmidt (89.).

Cattenstedter SV - Stahl Blankenburg 3:1 (2:0)

In einem sehr fairen Nachbarschaftsduell übernahm Cattenstedt sofort die Initiative, schnürte die Gäste phasenweise in ihrer Hälfte ein. Bei einer Vielzahl guter Chancen war die 2:0-Führung zur Pause hochverdient, wobei der Freistoß von Marcus Schmidt zum 1:0 von einem Stahl-Spieler ins eigene Tor gelenkt wurde. Die beiden Chancen der Gäste vereitelte der nach längerer Pause wieder im Tor stehende Marco Kohlrusch. Kurz nach der Pause legte der CSV den wichtigen dritten Treffer nach. Als René Fischer einen Freistoß von Chris Gensler ins eigene Tor lenkte, spielte nur noch die SG Stahl. Keeper Kohlrusch und eine gehörige Portion Glück verhinderten weitere Treffer.

Torfolge: 1:0 Marcus Schmidt (23.), 2:0 Martin Weißert (41.), 3:0 Nico Fischer (46.), 3:1 René Fischer (54. ET).

FSV Grün-Weiß Ilsenburg II - Einheit Stapelburg 1:0 (0:0)

Entgegen der Philosophie, auf die Jugend zu setzen, mussten es bei der FSV-Reserve aufgrund einer Verletztenmisere diesmal die erfahrenen Guido Himburg, Steffen Müller, Nicky Gülzow und Torsten Witteck richten. Mit diesen "Verstärkungen" bestimmte die FSV-Reserve über weite Strecken das Geschehen, haderte aber mit der Abschlussschwäche. Patrick Schimkat verhinderte mit einer Glanzparade gar einen Rückstand bei einem Kopfball von Christoph Pennig (36.). Nach dem Siegtor von Thilo Mastalirsch (59.) traf dieser auch noch die Latte (78.), weitere Möglichkeiten der Ilsestädter blieben ungenutzt.

Tor: 1:0 Thilo Mastalirsch (59.).

SG Heimburg/Börnecke - Rot-Weiß Abbenrode 7:3 (3:1)

Der Doppelschlag der Spielgemeinschaft zum 2:0 hinterließ bei den Abbenrödern deutliche Spuren, die Heimelf bestimmte im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit das Geschehen. Der Doppelpack von Abbenrodes Sebastian Keye kurz vor und nach der Pause sorgte kurzzeitig für Spannung, doch mit zwei weiteren Treffern sorgte das überragende Sturmduo der Spielgemeinschaft, Maik Glanz und Michael Bernhardt, endgültig für klare Verhältnisse.

Torfolge: 1:0 Maik Glanz (12.), 2:0 Michael Bernhardt (13.), 3:0 Maik Glanz (27.), 3:1, 3:2 Sebastian Keye (43., 48.), 4:2 Maik Glanz (53.), 5:2 Michael Bernhardt (62.), 6:2 Björn Winnat (66.), 7:2 Maik Glanz (81. FE), 7:3 Sebastian Keye (84.).

Blankenburger FV II - Germania Silstedt 4:1 (3:1)

Die BFV-Reserve war von Beginn an hochmotiviert, ihrem Mannschaftsleiter Uwe Rosenthal zum 50. Geburtstag das passende Geschenk zu bereiten. Zwar wurden die Gastgeber beim 0:1 mit einem Konter kalt erwischt, dennoch spielten die Blankenburger weiter nach vorn und wendeten das Blatt noch vor der Pause mit drei Treffern zu ihren Gunsten. Nach dem schnellen 4:1 zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde das Tempo bei hochsommerlichen Temperaturen aus der Partie genommen, die Schlussphase musste Silstedt nach einer Verletzung in Unterzahl bestreiten.

Torfolge: 0:1 Ronny Glage (15.), 1:1 Norman Lindenberg (25.), 2:1 Thomas Blume (37.), 3:1 Ralf Seidel (45.), 4:1 Thomas Blume (50.).