Halberstadt (fbo) l Die Leichtathletik-Landesmeisterschaften der Schüler und Jugend hat im Haldensleber Waldstadion stattgefunden. Mit einigen Athleten war auch der VfB Germania Halberstadt um Trainer Steffen Fricke vertreten.

Für die Schüler und Jugend ist es der Jahreshöhepunkt. Das Organisationskomitee sorgte für meisterschaftswürdige Wettkampfbedingungeon. 500 Sportler aus dem Land waren in Haldensleben am Start.

In einer kleinen Gruppe mit vielen sehr jungen Startern ging es auch für die VfB-Athleten nach Haldensleben.

Sterz holt Doppelsieg

Eine neue Generation scheint sich zu entwickeln, so fuhr die 12-jährige Shiwa Melina Sterz gleich im ersten Landesmeisterschaftsstart einen deutlichen Doppelsieg ein. Knapp an ihren Bestleistungen vorbei geschrammt, siegte sie im Kugelstoßen und Diskuswerfern mit 9,46 Meter und 25,59 Meter. Mit ihren Leistungen hätte sie auch in der höheren Altersklasse gewonnen. Shiwa verfügt über gute körperliche Voraussetzungen und trainiert schon viele Jahre in den Reihen des VfB.

Kein guter Tag für Kalina

Talentiert sind auch die drei anderen Zwölfjährigen. Kalina Krebs konnte leider nicht zeigen, was in ihr steckt und hatte keinen guten Tag erwischt. Im Weitsprung übertrat sie zweimal und im dritten Versuch sprang sie deutlich vor dem Brett ab und kam somit auf 3,81 Meter. Die 60 Meter Hürden lief sie anfangs sehr defensiv und rollte erst über die letzen Hürden auf. Es reichte nicht zum Endlauf.

Begeistern konnten die beiden Jungs der M12. Niklas Schaumberg wurde jeweils Vierter im Hochsprung mit 1,30 Meter und im Weitsprung mit 4,39 Meter. Im Hürdenlauf kam er trotz verhaltenem Start auf 10,92 Sekunden und Platz drei im Vorlauf. Er stürzte im Finale und verpasste so eine Medaille. Mutig lief er dennoch ins Ziel.

Zielstrebig zeigte sich auch Max Schlüter. Er sprang mit 1,30 Meter zu Platz fünf im Hochsprung. Im Weitsprung flog er beachtlich weit, übertrat aber dreimal denkbar knapp. Die Schüler hinterließen einen prächtigen Eindruck und zeigten viel Potenzial für die Zukunft.

Schwendt ist top fit

Top fit war auch der 15-jährige Jannik Schwendt. Jannik lieferte sich einen spannenden Kugelstoßkampf und steigerte sich auf sehr gute 14,13 Meter. Er kam wie im Diskuswurf mit 39,94 Meter nur auf Platz vier.

Der Sonntag war besser bestellt für ihn. Er warf gleich im ersten Versuch Bestleistung von 41,08 Meter mit dem Speer und verdiente sich unter den vielen Sportschülern die Silbermedaille.

Lea bleibt an Hürde hängen

Ebenfalls 15 ist Lea Schimmer, die sympathische Schülerin wurde im 100 Meter-Endlauf tolle Sechste mit 13,56 Sekunden. Mehr Chancen hatte Lea über 80 Meter Hürden, sie blieb hierbei nach deutlicher Führung an Hürde vier hängen. Fast gestürzt lief sie dennoch ins Ziel. Ärgerlich für die talentierte Läuferin, nicht ins Finale eingezogen zu sein.

Justin Liepack u18 sprintete mit Bestleistung 11,75 Sekunden über 100 Meter und belegte Platz sieben im Finale. Über 110 Meter Hürden kam er locker ins Finale und lief mit 15,46 Sekunden zu Platz zwei, wurde aber aufgrund eines zu späten Anmeldefehlers disqualifiziert. Sehr ärgerlich, zumal dies auch dem Sieger der u20, Konstantin Rust, passierte. Dennoch lief dieser mit 14,21  Sekunden Stadionrekord. Trainer und Funktionäre diskutierten noch hartnäckig, aber niemand bewies Fingerspitzengefühl.

Richtig angemeldet war am Vortag der Sieger über 100 Meter ebenfalls Konstantin mit 11,06 Sekunden. Die Ausgangslage sah im Vorfeld nicht nach einem Sieg aus, um so spannender war das Finale, als Rust nach verschlafenem Start richtig zündete und sich überraschend zum Schnellsten des Landes krönte.

Da spielte es kaum noch eine Rolle, dass er mit 6,53 Meter im Weitsprung zweiter wurde und seine knapp übertretenden sehr weiten Sprünge nicht belohnt wurden.

Damit waren die Ergebnisse sehr zufriedenstellend und lassen auf kommende Aufgaben blicken. Für den ein oder anderen Sportler geht es jetzt in die Vorbereitung für die deutschen Meisterschaften in Ulm Anfang August.