Haldensleben (hwk) l Die Verbandsligavertretung des Haldensleber SC ist für ihren couragierten Auftritt beim VfB Sangerhausen mit einer Punkteteilung belohnt wurden. Die Schützlinge von Trainerfuchs Roland Zahn erkämpften und erspielten sich am Sonntagnachmittag ein 1:1-Unentschieden. Torschütze des Haldensleber Treffers war Clemens Berlin mit einem direkt verwandelten Eckball.

HSC-Akteur Rene Hasse sprach auf der Rückfahrt erschöpft, aber sehr zufrieden aus, was alle HSC-Aktiven und Fans dachten: "Nach dem Wochenende gibt es heute Abend eine Siegerpizza." Der Bördebomber trug im Friesenstadion der Berg- und Rosenstadt zum ersten Mal die Kapitänsbinde und machte, wie seine Mannschaftskameraden Dennis Girke und Florian Ohrdorf, trotz der Doppelbelastung von zwei Partien an einem Wochenende ein Klassespiel.

HSC-Trainer Roland Zahn schickte sein fußballspielendes Jugendensemble, vier A-Jugendspieler gehörten zur Anfangsformation des Gastes - mit jener taktischen Grundausrichtung auf einem sehr gut bespielbaren Rasen, die bereits gegen die zweite Vertretung des 1. FCM sowie gegen Lok Stendal einen Achtungserfolg einbrachte.

"Die Grundlage für diesen Punkt waren die tolle Moral sowie die taktische Disziplin" schätzte der mit allen Fußballwassern gewaschene HSC-Chefcoach nach 94 anstrengenden Spielminuten ein.

Die Sangerhäuser erzeugten nach zehn Minuten mit einem sehr weit ausgeführten Einwurf in den Gästestrafraum für erstmalige Torgefahr. Nur elf Minuten später führte der erste Haldensleber Standard zur vielumjubelten Gästeführung.

Der hochtalentierte Clemens Berlin schoss den ersten Eckball der Gäste - mit tatkräftiger Unterstützung des gastgebenden Torhüters - zur HSC-Führung direkt ins Sangerhäuser Tor. Von nun an hatten die Haldensleber den Gastgeber dort, wo sie ihren sportlichen Gegner am liebsten sehen, in der gnadenlose Offensive mit den für sich selber ergebenden Konterräumen. Alle insgesamt sechs eingesetzten A-Junioren - schnell und ballgewandt - warteten fortan auf ihre Konterchancen, die sich zwangsläufig ergaben, jedoch zu keinem weiteren HSC-Treffer führen sollten.

Der Gastgeber kam seinerseits vor der Pause, angetrieben von dem erfahrenen Teichmann, noch zu zwei Torgelegenheiten, konnte diese aber nicht nutzen.

Der zweite Spielabschnitt bescherrte den 130 zahlenden Zuschauern einen anrennenden Gastgeber, der die Haldensleber Abwehr nur in der 63. Minute zum 1:1-Endstand überwinden konnte. Alle anderen Versuche, das junge HSC-Team, in dem aus gesundheitlichen Gründen lediglich fünf Akteure aus der Hinrunde mitwirkten, auf die Verliererstraße zu bringen, scheiterten am kämpferischen Auftritt der Rolandstädter.

Insbesondere HSC-Torhüter Switala sowie Girke, Markstein, Hasse, Cristovao und Helmecke stellten sich den anhaltenden Angriffsbemühungen des Gastgebers geschlossen entgegen.

Switalas Flugeinlagen nach diversen Kopfbällen und Distanzschüssen bis tief in die Nachspielzeit hinein sowie Lucas Krüger sein beherzter, aber gewonnener wichtiger Zweikampf im eigenen Strafraum in der 90. Minute wurden somit Ausdruck erfolgreichen kollektiven Handelns auf der Grundlage der zuvor völlig richtig gewählten Spieltaktik. Trainer Zahn bedankt sich auf diesem Wege insbesondere bei Florian Ohrdorf, der einem Hilferuf des Trainers kurzfristig und sofort folgte, noch am Mittag zur Mannschaft stieß und dieser in einer engen personellen Situation half.

HSC: Switala - Wojtzyk, Girke, Markstein, Mäde, Kania (46. Hampel), Cristovao, Helmecke, Mühlisch (66. Ohrdorf), Hasse, Berlin (71. Krüger).

Torfolge: 0:1 Berlin (21.) 1:1 Timpe (63.)