Stendal (fko) l Am vergangenen Wochenende hat die Deutschen Meisterschaften der Kadetten im freien Ringkampf in Berlin stattgefunden. Kevin Lucht vom RSV Stendal 07 qualifizierte sich für dieses Turnier. Nach spannenden Kämpfen belegte er am Ende den zwölften Rang.

Kevin Lucht trainiert mittlerweile an der Hallenser Sportschule. Die Delegation des Landesringerverbandes Sachsen-Anhalt wurde vom Landestrainer Bernd Radschunat angeführt.

Aus 19 Landesorganisationen waren die besten 170 Ringer in die Hauptstadt gekommen. Das war eine Rekordbeteiligung bei diesen Meisterschaften.

Lucht erreichte beim Wiegen wie geplant die Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm. Es traten in dieser Kategorie insgesamt 24 Athleten an.

Der Stendaler erwischte ein denkbar unglückliches Los und hatte gleich zwei Titelaspiranten, gegen die er zu Beginn des Wettkampfs antreten musste, in seinem Pool.

Am ersten Wettkampftag absolvierten alle Gewichtsklassen ihre erste Kampfrunde. So kam es zum Aufeinandertreffen mit Marius Qunito von der RG Waldkirch-Kollnau aus Südbaden, dem Vorjahresmeister des Limits bis 63 Kilogramm. Nach einer Phase des taktischen Belauerns punktete der Südbadener mehrfach.

Lucht verlor am Ende mit 3:9 technischen Wertungen. Qunito wurde am Ende des Wettkampfes Vize-Meister.

Der Bayer Julian Gebhard vom SC Unterföhring stand am nächsten Wettkampftag als nächster Gegner fest. Bisher hatte Lucht immer Niederlagen einstecken müssen. Gut motiviert durch seine angereisten Vereinsmitglieder Christina Rotenburg, Thomas Feindt und Christoph Krumrey ging Lucht in den Kampf. Er erkämpfte sich durch mehrere Beinangriffe jeweils die Beherrschung in der Bodenlage und punktete somit.

Nach zwei Minuten ging er mit einem Vorsprung in die Pause. Gebhard ergatterte zwei Punkte, doch nach vier Minuten erklärte der Mattenleiter mit 11:2 Zählern den Stendaler zum Punktsieger - gegen den späteren Drittplatzierten.

Im dritten Kampf musste Lucht sich gegen Marcel Flick vom TSV Benningen aus Württemberg beweisen. Durch unglückliche Aktionen geriet der Altmärker in Rückstand. Selbst durch viel Anstrengung gelang es nicht mehr, in Führung zu gehen.

Der Altmärker musste eine Punktniederlage hinnehmen. In diesem Kampf wäre noch mehr möglich gewesen.

Am Ende belegte Lucht den zwölften Platz, obwohl er gegen den Bronzemedaillengewinner siegte.

In der Länderwertung erkämpfte sich Sachsen-Anhalt den achten Platz. Dominik Klann vom KAV Mansfelder Land gewann einen Titel.

"Konzentration fehlte."

Stützpunkttrainer Sebastian Otto bewertete die gezeigte Leistung des Stendalers: "Kevin hat ein ungünstiges Los erwischt. Der Sieg gegen seinen Dauerrivalen Julian Gebhard ist stark einzuschätzen. Im entscheidenden dritten Kampf fehlte die volle Konzentration auf den einen Sieg. Schade." Ein Dank für die neue Wettkampfkleidung gilt Dustin Leske von der Ergo Versicherungsagentur.