In der Fußball-Verbandsliga wartet das Team von Lok Stendal weiter auf den ersten vollen Erfolg. Beim Auftritt der Altmärker am Sonnabend in Dessau gab es mit einem 1:1 das vierte Lok-Remis im fünften Saisonspiel.

Dessau/Stendal l Der 1.FC Lok Stendal momentan nicht in der Lage, die anderen Mannschaften der Verbandsliga in ihre Schranken zu verweisen. Auch in Dessau, wo endlich ein Dreier eingefahren werden sollte, gelang dies nicht. Trainer Sven Körner ließ die Mannschaft auflaufen, die gegen Preußen etwas gutzumachen hatte.

Die Gäste begannen wie die Feuerwehr, erarbeiteten sich Chancen im Minutentakt. Im Ergebnis stand jedoch eine Null zu Buche. Danach nahmen sie etwas den Druck aus dem Spiel und versuchten, die Gastgeber heraus zu locken. Die Dessauer taten in den jedoch nicht den Gefallen. Ab der 35. Minute zogen die Gastgeber dann ein Powerplay vor dem Stendaler Tor auf, jedoch war es dem Abwehrverhalten oder besser dem Unvermögen der Dessauer zu verdanken, dass nicht bereits in dieser Zeit ein Ball seinen Weg in das Stendaler Tor fand.

Gleich nach dem Wiederanpfiff dann der Torjubel der Stendaler Spieler und ihres mitgereisten Anhangs. Nach sehr guter Vorarbeit durch Gebauer auf der rechten Seite, er zieht scharf den Ball aufs Tor, diesen kann Dessaus Keeper nur abklatschen, Instenberg ist zur Stelle und staubt aus sieben Metern ab.

Die Dessauer bäumten sich auf, die Angriffe werden bissiger, in der 68. Minute vereitelte Lok-Keeper Giebichenstein eine Torchance, indem er einen scharfgeschossenen Schuss zur Ecke lenkte.

Gleich mit der ersten Ballberührung hätte sich der eingewechselte Ukrainer Zinchenko berühmt schießen können. Er knallte das Leder an den Pfosten. Dann aber rollte Angriff auf Angriff erfolgt auf die total desorganisierte Stendaler Abwehr. Ein individueller Fehler von Franz Erdmann in der zweiten Minute der Nachspielzeit brachte Lok um den schon sicher gelaubten Dreier.

Ein absolut glückliches Händchen bewies Dessaus Trainer Marcus Jeckel, der vor gut einem Jahrzehnt schon mal bei Lok Stendal am Ball war. In der Schlussminute wechselte er Sascha Zacke ein, der in der zweiten Minute der Nachspielzeit jenes mit Stendaler Unterstützung folgende 1:1 für den Gastgeber besorgte.

Stendal: Giebichenstein - Gebauer, Sikulskyi, Sommermeyer (80. Guhla), Groß, Erdmann, Schubert, Instenberg, Kühn, Nellessen, Grempler (71. Zynchenko).

Schiedsr.: Tristan Tauche, Zuschauer: 180 , Torfolge: 0:1 Instenberg (48.), 1:1 Zacke (90+2.).