In der Fußball-Landesklasse, Staffel I, steht nach einer kurzen Pause am Wochenende der nächste Spieltag auf dem Programm.

Stendal l Der Rangzweite Blau-Gelb Goldbeck tritt dabei bei Germania Tangerhütte zum ostaltmärkischen Derby an.

Die Goldbecker haben in der Spielpause zwei Testspiele absolviert. In der Vorwoche hieß es 2:5 beim Kreisoberliga-Spitzenreiter Osterburg und beim Verbandsligisten 1. FC Lok Stendal wurde 0:6 verloren. "Der Test bei Lok war ein sehr gutes Trainingsspiel für uns. Wir versuchen daran anzuknüpfen und wollen im Punktspiel endlich wieder einmal ein Erfolgserlebnis landen", sagte Goldbecks Trainer Andreas Kahlow nach Spielschluss. Bei Germania haben einige Akteure am Ostersonnabend bei der Reserve mitgewirkt und das Kreisligaspiel in Schollene 3:1 gewonnen. Torwart Konrad Buschendorf spielte als Verteidiger auf ungewohnter Position. Für Tangerhütte ist die Lage im Tabellenkeller noch brenzliger geworden, da Dobberkau das Nachholspiel gegen Beetzendorf gewann. Noch hat Germania einen Punkt Luft auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Preußen Dobberkau erwartet den Möringer SV, der sich zuletzt ins gesicherte Mittelfeld geschoben hat. Die Gäste werden mit der Favoritenstellung leben müssen. Aber im Hinspiel kam der MSV in der Pappelarena nicht über ein 1:1 hinaus. Die Preußen werden mit dem 5:4 im Nachholspiel gegen Beetzendorf nochmal Selbstvertrauen getankt haben. Möringen möchte dagegen keinesfalls verlieren, um nicht nochmal nach unter in der Tabelle schielen zu müssen.

Das dritte Derby mit Teams aus dem Landkreis Stendal steigt östlich der Elbe. Der SSV Havelwinkel Warnau erwartet Schlusslicht Viktoria Uenglingen. Bei den Warnauern lief es zuletzt überhaupt nicht - 0:6 in Gardelegen und 0:4 daheim gegen Liesten. Damit dürfte Uenglingen jetzt genau der richtige Aufbauhelfer sein. Die Viktoria hat sich zuletzt jedoch immer teuer verkauft, auch wenn die Punkte fehlten.

Das Spitzenspiel findet in Letzlingen statt. Beim Tabellenführer ist der FSV Havelberg zu Gast. Sollten die Domstädter sich noch eine Chance auf den Titelgewinn ausrechnen, müssen sie in Letzlingen gewinnen. Sie haben derzeit als Rangdritter sieben Punkte Rückstand. Bei einer Niederlage wären es schon zehn. "Es treffen die beiden offensivstärksten Teams der Liga aufeinander. Daher glaube ich an ein offensiv ausgerichtetes Spiel", sagt Letzlingens Co-Trainer Michael Friedrichs. Beide Mannschaften haben ein Negativerlebnis hinter sich. In der Punktspielpause mussten sie in ihren jeweiligen Kreispokalrunden die Segel streichen. Havelbergs Trainer Hagen Walther sieht die Ausgangslage so: "Letzlingen ist die Mannschaft der Stunde, aber wir wollen keine Kaffeefahrt machen. Wir fahren immer mit dem Ziel los, um das Maximale mitzunehmen. Wie hoch die Trauben hängen, werden wir nach 90 Minuten sehen."

Zwei Erfolgsmannschaften treffen mit Medizin Uchtspringe und Eintracht Salzwedel aufeinander. Beide Teams sind in den letzten Wochen recht erfolgreich gewesen. Zwar gab es für die Eintracht zuletzt die erste Niederlage mit 0:3 in Liesten. Am Montag haben sie wieder einen positiven Erfolg mit dem Einzug ins Pokalhalbfinale gefeiert. Uchtspringe hat sich in den letzten Partien in Topform präsentiert, was die Auswärtssiege in Arneburg und Havelberg (Pokal) klar unterstreichen. In der Verfassung ist die Schulz-Elf durchaus noch ein Titelaspirant, auch wenn der Rückstand momentan noch ziemlich groß erscheint. Beim Gastgeber fallen einige Akteuere arbeitsbedingt aus. "Ich hoffe, dass wir trotzdem gut aus der Osterpause kommen und an die alte Form anknüpfen", äußerte sich Medizin-Coach Jörn Schulz.

Das nächste "Sechs-Punkte-Spiel" steht für den SVKrüden/Groß Garz beim MTV Beetzendorf an. "Verlieren verboten", lautet die Parole von SV-Trainer Axel Prycia, der wieder größere personelle Sorgen hat. Neben dem Langzeitverletzten Danny Glombitza fehlen Steven Fuchs, Christopher Nauroschat, Sebastian Kraft, Hannes Musche, Max Krause und Steven Rubbert. Mit einem Dreier käme man dem Klassenerhalt sehr nah, sofern die Konkurrenz patzt. Für die Hausherren ist der Abstieg kaum noch zu vermeiden. Dieses Spiel ist für den MTV wirklich der letzte Strohhalm.

Zu Grün-Weiß Potzehne reist Rot-Weiß Arneburg. Die Elbestädter haben wahrlich schwierige Wochen hinter sich. Es lief überhaupt nicht rund in den Punktspielen. Vielleicht ist der Einzug ins Pokalfinale für das Forstreuter-Team ein Brustlöser. Fehlen wird beim Gast Julien Maier, der gegen Uchtspringe mit Gelb-Rot vom Platz musste.