Stillstand ist bei Lauren Schneidewind im wahrsten Sinne des Wortes nicht angesagt. Ein Leben ohne den Sport beziehungsweise ohne Fußball wäre für den 17-jährigen Hanumer nicht vorstellbar. Der Youngster jagt selbst dem runden Leder hinterher und fungiert zudem als Schiedsrichter.

Jübar/Hanum l Lauren Schneidewind stammt aus einer Fußballerfamilie. Vater Jörg beendete erst kürzlich seine Karriere bei den Altherren der SG Jübar/Diesdorf, seine jüngere Schwester Alicia ist bei den D-Junioren des FC Jübar/Bornsen aktiv. Kein Wunder also, dass sich Lauren auf dem Fußballplatz wie zu Hause fühlt. Heimisch ist er beim FC Jübar/Bornsen. Da es dort allerdings keine A-Jugend gibt, schnürt der 17-Jährige seine Schuhe aktuell für den niedersächsischen FC Ohretal in der Kreisliga Gifhorn.

Erster Trainer in Jübar ist Gerald Schulz

Bereits im G-Jugend-Alter - da war er gerade mal vier Jahre jung - stand Schneidewind zum ersten Mal auf dem Fußballplatz. Damals für den FC Ohretal, weil seine Familie in Radenbeck wohnte. "Mein Vater hat mich damals mitgenommen, zudem haben wir auch zu Hause oft gekickt", verrät der Youngster, der auf Anhieb Spaß an dieser Sportart fand und sich davon auch nicht mehr lösen konnte. Zwei Jahre spielte er für den FCO in Niedersachsen, ehe der Umzug nach Hanum folgte. Nun lag es für Lauren nahe, sich dem FC Jübar/Bornsen anzuschließen, was er dann auch in die Tat umsetzte. Der erste Trainer des gelernten Abwehrspielers beim FC war seinerzeit Gerald Schulz. "Das ist für mich ein Traum, mein Heimatverein", fasst Schneidewind seine Liebe für den Klub in Worte.

Dennoch verließ er den Verein 2004 vorübergehend aus persönlichen Gründen. Es verschlug ihn in die Kreisstadt zu den E-Junioren des SV Eintracht Salzwedel, wo Trainer Ingo Werner bereits ein Auge auf das Talent aus Hanum geworfen hatte. Nach anderthalb Jahren in Salzwedel, die Schneidewind als "schön" bezeichnet, ging es zurück zum FC Jübar/Bornsen. Das hatte zwei Gründe: "Zum einen die Verbundenheit zum FC, zum anderen die viele Fahrerei", schildert der heute 17-Jährige. Bis zur C-Jugend schnürte Lauren wieder die Schuhe in Jübar.

Da es bei seinem Heimatverein allerdings dann keine B-Jugend-Vertretung mehr gab, musste der Youngster über ein Doppelspielrecht zusammen mit einigen Freunden erneut das Weite suchen. Erst ging es zur SG Jahrstedt/Kusey, dann zur SG Diesdorf/Langenapel. Bei Diesdorf/Langenapel, wo ihn der damalige Trainer Mario Gebert unbedingt haben wollte, hatte Lauren Schneidewind sogar die Möglichkeit, in der Landesliga zu spielen. "Das hat mich natürlich gereizt", gibt der Hanumer, der bei der SG den Kreispokalsieg miterlebte, zu.

Mittlerweile ist Schneidewind in der A-Jugend angekommen - und mit seiner Rückkehr zum FC Ohretal schließt sich für den 17-Jährigen auch ein Kreis. Dort, wo er seine Nachwuchslaufbahn begann, wird er sie aller Voraussicht nach auch beenden. Aaron Riep und Bjarne Linkert, beides alte Weggefährten Laurens aus Jübarer Zeiten, spielen ebenfalls für den FCO. Doch sobald Lauren Schneidewind 18 Jahre alt ist, hat er sich die Rückkehr zum FC Jübar/Bornsen vorgenommen. Dort möchte er in der ersten Männermannschaft in der Kreisoberliga auf Punktejagd gehen. "Ich hätte das vielleicht auch schon jetzt mit Sonderantrag machen können, doch ich habe mich entschlossen, lieber noch ein Jahr in der A-Jugend zu spielen", verrät der Hanumer. Ab der Spielzeit 2015/2016 möchte er jedoch als Verein wieder den FC Jübar/Bornsen in seinem Spielerpass zu stehen haben.

Bereits die dritte Saison als Schiedsrichter

Bereits vor über drei Jahren fand Lauren Schneidewind auch großen Gefallen an der Funktion als Schiedsrichter. Er geht in seine mittlerweile dritte Saison als Referee im Altmarkkreis Salzwedel, darf selbst Partien bis hin zur Kreisliga der Herren leiten und bei Kreisoberliga-Duellen der Männer als Assistent fungieren. Angefangen hat auch dort alles auf dem Jübarer Sportplatz. Dort leitete Lauren in jungen Jahren bereits Nachwuchspartien des FC. Gerald Schulz erkundigte sich daraufhin nach seiner Bereitschaft, gänzlich als Schiedsrichter zu fungieren. Diese Herausforderung nahm der Youngster an. "Man hat Verantwortung - und genau das macht mir Spaß. Zudem ist es auch gut für die eigene Erfahrung", erklärt der 17-Jährige, der die "Doppelbelastung" gut wegsteckt.

Stolz auf seinen Junior und dessen eingeschlagenen Weg ist auch Vater Jörg: "Lauren lebt sozusagen für den Sport. Selbst zum Training fährt er oft mit dem Fahrrad. Er hat an seinem Stil immer festgehalten, bekommt von uns aber auch die nötige Unterstützung." Der 17-Jährige, der auch oft mit seinem Senior die Partien seiner Schwester Alicia verfolgt, möchte allenfalls noch so lange wie möglich selbst am Ball bleiben und hofft, irgendwann mit den Männern des FC Jübar/Bornsen auf Landesebene auf Punktejagd gehen zu können. Mit seinem Ehrgeiz könnte Lauren Schneidewind bei dieser Mission durchaus selbst ein wichtiger Baustein sein.