Seit vergangenem Freitag gibt es in der westlichen Altmark 14 neue DFB-Juniorcoaches. Unter fachkundiger Anleitung des Lehrwartes Uwe Pape nutzten die Mädchen und Jungen die zweite Ferienwoche, um diese Fußball-Einsteigerlizenz in Beetzendorf zu erwerben.

Beetzendorf l Im Rahmen dieser Lizenz-Offensive des Deutschen Fußball Bundes (DFB) absolvierten die Teilnehmer/innen insgesamt fünf Tage und 40 Lerneinheiten. Schirmherr dieses Projektes ist übrigens kein geringerer als Bundestrainer Joachim Löw. "Ich habe gern die Patenschaft für den DFB-Juniorcoach übernommen. Ich drücke allen Schülerinnen und Schülern für die Ausbildung die Daumen und wünsche allen frischgebackenen DFB-Juniorcoaches viel Spaß und Erfolg bei den ersten Erfahrungen als Jungtrainer im Kinderfußball in Schule und Verein", so Löw im Infopapier des DFB.

Lehrgangsleiter Uwe Pape konnte schließlich 14 junge Mädchen und Jungen aus acht westaltmärkischen Vereinen gewinnen, um sich an dieser Ausbildung, die erstmals in dieser Form durchgeführt wurde, zu beteiligen.

"Wir haben fünf interessante und anstrengende Tage hinter uns gebracht. Alle Teilnehmer haben sehr gut gearbeitet und viel Neues gelernt. Auch ich habe wieder viele Sachen dazugelernt und viel mitgenommen. Ich finde, dass der DFB da ein tolles Projekt auf den Weg gebracht hat. Von mir nochmal ein großes Lob an alle Teilnehmer", so Uwe Pape.

Zum Prüfungstag am vergangenen Freitag - es musste ein Training erarbeitet und in einer Lehrprobe vorgeführt werden - kamen auch noch KFV-Präsident Heinrich Piep und Diana Schuster von Landesverband hinzu und beobachteten beziehungsweise coachten die Teilnehmer/innen. Schuster selbst spielt noch aktiv in der Frauenmannschaft des Magdeburger FFC in der 2. Bundesliga.

"Ich war zunächst etwas skeptisch, was das Projekt und dessen Durchführung angeht. Aber Uwe Pape und seine Mitstreiter haben mich voll überzeugt, dass die Entscheidung, diesen Lehrgang hier in Beetzendorf durchzuführen, sehr gut war. Das, was ich hier beobachten konnte, war absolut positiv. Jetzt gilt es für die Juniorcoaches, den Weg weiter zu gehen und die C-Lizenz in Angriff zu nehmen und viel Erfahrungen an der Basis und im Verein zu sammeln", fand Piep nur lobende Worte.

In den Lerneinheiten selbst wurden grundlegende Normen und Werte hinsichtlich eines Trainierdaseins vermittelt. Unter anderem wurde über Planungen und Durchführung von Trainingseinheiten, rechtliche Fragen und Grundlagen, Trainingsmethodik oder auch über Konfliktmanagement und gruppendynamische Prozesse gesprochen. Natürlich stand dabei auch die Praxis im Vordergrund. Am Ende des Lehrganges musste in Gruppenarbeit eine ganze Trainingseinheit geplant und durchgeführt werden. Die Juniorcoaches erarbeiteten dabei Erwärmungsprogramme, Hauptteile und Schlusspassagen einer Trainingseinheit und leiteten diese am Schlusstag.

In einer abschließenden Runde wurde die Woche dann zusammengefasst, der Allround-Aktivtest ausgewertet und natürlich den Mädchen und Jungen zur DFB-Juniorcoach-Lizenz gratuliert.

 

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