Bereits der Blick auf die weiße Winterpracht im Magdeburger Stadtpark war ein besonderes Erlebnis, welches sich den insgesamt 368 Teilnehmern so nebenbei beim 35. Magdeburger Silvesterlauf am letzten Tag des vergangenen Jahres bot. Allein die Natur lieferte dieser Laufveranstaltung im Rahmen der Magdeburger Stadtrangliste die schönste Kulisse. Da lohnte es sich wirklich, einfach nur dabei gewesen zu sein.

Werder. Konditionell verlangte die mit viel Schnee bedeckte Laufstrecke den Teilnehmern alles ab. Ähnliche Bedingungen gab es bereits einmal vor 24 Jahren beim damaligen sogenannten "Karpfenlauf" zum Jahresende im damaligen Stadtbezirk Mitte. Am letzten Tag des alten Jahres hatten vor allem die Jüngsten mit ihren kurzen Beinen so ihre Schwierigkeiten beim Laufen. Den ersten Platz ließ sich jedoch Marian Maikath (11:14,6) vor Antonia Eisemann vom SCM über die 1,5 Kilometer lange Strecke nicht nehmen. Auffallend waren auch bei diesem Stadtranglistenlauf die Ottersleber Laufmäuse mit ihren leuchtend gelben Trikots.

Auf der Fünf-Kilometer-Strecke wurde das Lauffeld wieder einmal von der VLG 91 Magdeburg dominiert. Jörg Friese setzte sich letztendlich in 18:47,7 vor Uwe Haake und seinem Teamgefährten Florian Kloß durch. Bei den Frauen ließ sich Franziska Tiex vom USC Magdeburg in einer Zeit von 23:43,5 nicht die Butter vom Brot nehmen. Dabei zeigte sie Kerstin Dietrich (25:24,9) und Kerstin Rische (25:27,5) die Hacken.

Das Christopher Malik wie im Sommer in kurzer Hose und kurzen Ärmeln die zehn Kilometer absolvierte, mögen die kühnsten Optimisten verstanden haben. Allerdings legte er gleich zu Beginn das Tempo vor und befand sich dabei mit Markus Herbst in guter Gesellschaft. Beide Läufer gaben am Ende mit einer Siegerzeit von 36:09,7 bzw. 36:11,9 SCM-Läufer Johannes Motschmann (36:41,1) und Vorjahressieger Martin Butzlaff von der VLG 91 Magdeburg (36:43,6) das Nachsehen in der Gesamtwertung.

Für eine Wachablösung bei den Frauen um den Gesamtsieg über zehn Kilometer sorgte Anne-Kathrin Litzenberg von der LG Socken aus Wellen. Sie drückte selbst die Siegerzeit von Sabine Willberg aus dem Vorjahr auf 44:57,0 und behauptete sich deutlich vor ihren Konkurrentinnen Willberg (50:32,4) von der VLG 91 und Christina Velten (53:48,8) von der Friedrich- Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.