Für den VfB Ottersleben lief diese erste Halbserie wie "geschmiert". Nach 15 Spielen stehen die Südwester auf Rang eins der Tabelle, haben gegenwärtig fünf Zähler Vorsprung auf die Verfolger.

Ottersleben. Nach neun Siegen, vier Remis und nur zwei Niederlagen fällt das Resümee von Trainer Burkhard Knobbe sehr zufrieden aus. "Diese erste Halbserie ist sehr positiv für uns gelaufen. Jeder im Verein ist zufrieden. Aber: Wir werden uns darauf nicht ausruhen", lautet sein erstes Fazit.

Besonders haben sich Knobbe uns sein Co-Trainer Frank Windelband darüber gefreut, dass die Mannschaft bis auf ein paar Ausnahmen stets geschlossen auftrat. "Das war nach den zahlreichen Neuzugängen im Sommer so nicht gleich zu erwarten."

Zudem habe die Mannschaft "bis auf die letzten drei Spiele im gesamten Verlauf der ersten Halbserie eine gewisse Kon-stanz im Leistungsvermögen gezeigt." Nur so war eben diese gute Platzierung auch möglich.

Allerdings sieht Knobbe die gegenwärtige Platzierung nur als eine Momentaufnahme. "Wir bleiben trotz Platz eins auf dem Boden der Tatsachen, werden nicht abheben." Zumal die Ottersleber wahrlich ein sehr schweres Auftaktprogramm haben. Einzig gegen die SG Handwerk spielt der VfB am 12. Februar daheim. Davor steht das Nachholspiel beim MSV Börde und danach folgen drei weitere schwere Auswärtsaufgaben beim FC Einheit in Wernigerode, der zweiten Mannschaft des VfB Germania Halberstadt und bei der TSG Calbe. "Danach werden wir sehen, wie weit wir sind", so der Coach, der aber für die zweite Halbserie nicht von seiner Saisonzielstellung abgeht. Die lautete damals wie heute: "Wir wollen am Ende unter den ersten fünf Mannschaften einkommen."

Damit diese "schwere Zielstellung" umgesetzt werden kann, wollen die VfB-Macher ihr Team noch stärker machen. "Wir müssen in den einzelnen Mannschaftsteilen noch disziplinierter und konzentrierter zu Werke gehen. Das es uns daran noch mangelt, haben die letzten drei Spiele in Potzehne (2:2), daheim gegen Bismark (0:0) und in Schönebeck (0:2) gezeigt", so Knobbe weiter.

Trotz dieser "Reserven" und der kleine Negativserie zum Ende der Hinrunde bot der VfB eine tolle erste Halbserie. Immerhin schaffte der VfB neun Siege. Mehr erreichte keine weitere Mannschaft des 16er-Feldes. Zudem kassierte der VfB nur zwei Niederlagen. Besagter Schönebecker SC auf katastrophalem Geläuf im Dezember und die Eintracht aus Salzwedel, die sich am 7. Spieltag am Schwarzen Weg gegen den überraschten Spitzenreiter mit 3:1 durchsetzte, waren die Bezwinger des Ligaprimus.

Mit 17 Zählern weist der VfB, der nur noch in den Heimremis gegen Calbe (1:1) und Bismark (0:0) Punkte einbüßte, nach dem Aufsteiger SV Fortuna die zweitbeste Heimbilanz der Nordstaffel auf.

Auswärts erreichten die Schwarz-Weißen zudem vier Siege und zwei Remis und kassierten ebenfalls nur eine Niederlage. Das bedeutet hinter dem MSV Börde und der Salzwedler Eintracht Rang drei in dieser Wertung.

Beim VfB bleibt man trotz der zuletzt kassierten Negativserie sehr ruhig. "Wir haben keine Planungen in Richtung Verbandsliga vorgenommen. Für uns zählen ganz andere zu den großen Aufstiegsaspiranten, wie zum Beispiel der Schönebecker SC. Sollten wir letztendlich auch auf Platz eins stehen, reißt der Mannschaft keiner den Kopf ab. Das gilt aber auch für Rang fünf", betonte Knobbe zum Abschluss des Gespräches.