Nach dem gelungenen Einstand mit dem 29:20 vor Wochenfrist beim HC Aschersleben gibt Youngsters-Neutrainer Bennet Wiegert am Sonnabend (19.30 Uhr/Gieselerhalle) gegen den HSV Blankenburg sein Heimdebüt in der 3. Liga Ost der Männer.

Stadtfeld l Der 31-Jährige möchte mit seinen Schützlingen nur allzu gern weiter in der Erfolgsspur bleiben, zumal die SCM-Youngsters das Hinspiel in Thüringen, wenn auch knapp, mit 31:29 gewannen. Das war noch mit Trainer Dirk Pauling, doch der ist Geschichte. Und über das, was war, will Bennet "Benno" Wiegert gar nicht so viel reden.

"Meine Tätigkeit bei den Youngsters ist für mich ein Neustart. Ich bin nicht Dirk Pauling. Ich bin eine eigene Persönlichkeit. Für mich zählt nur das Jetzt und Hier. Ich versuche niemanden zu kopieren, habe meine eigene Philosophie", stellte Wiegert gestern noch einmal klar. Ob seine Spielphilosphie, die auf Tempohandball basiert, richtig ist, werde die Zukunft zeigen, doch müsste sie den Youngsters liegen und entspricht auch der Linie im Verein, sagt Wiegert, der inzwischen eine seiner vier Tätigkeiten beim SCM, die des Co-Trainers der A-Jugend, beendet hat.

"Da helfe ich künftig nur noch im Notfall aus. Ich habe schließlich auch noch eine Familie, eine kleine Tochter, und das Wochenende hat nun einmal nur zwei Tage", erklärte Wiegert fast entschuldigend.

Nachdem zahlreiche Youngsters unter der Woche die erste Mannschaft bei ihren Spielen im Land unterstützt haben, hatte Wiegert gestern Abend erstmals seine Mannschaft komplett zum Training beieinander. Noch am Mittwoch düste er nach dem Training der Zweiten mit Rechtsaußen Sven Vogel, der einen Studientermin hatte, der Ersten zum Spiel in Bernburg hinterher. Ein Selbstläufer wird das morgige Spiel gegen Bad Blankenburg laut Wiegert auf gar keinen Fall, auch wenn er nahezu alles an Deck hat, nur auf den gesperrten Tim Ackermann (nach Rot mit Bericht in Aschersleben für zwei Meisterschaftsspiele gesperrt) verzichten muss.

"Bad Blankenburg verfügt über eine erfahrene Mannschaft, hat nicht umsonst ein ausgeglichenes Punktverhältnis", so Wiegert. Insbesondere der lettische Nationalspieler Elvijs Borodovskis sei zu beachten. Der 26-jährige Linkshänder kam im vergangenen Sommer in die Kurstadt, sammelte zuvor bereits Erstligaerfahrung in Schweden und Holland.

Wiegert kann morgen also aus dem Vollen schöpfen, gibt aber auch wieder A-Jugend-Spielen eine Chance, wie dem wiedergenesen Vincent Sohmann. Das ist absolut keine Alibi-Aktion, sondern entspricht Wiegerts Philosophie: "Die Durchlässigkeit von unten nach oben wird eher größer."