Berlin/Magdeburg (vs) l In der 2. Wasserball-Pokalrunde der Landesgruppe Ost trat eine wahre Rumpftruppe der Wasserball Union Magdeburg bei der zweiten Mannschaft des S.C. Wedding Berlin an und verlor erwartungsgemäß mit 6:12 (1:1; 2:4; 0:3; 3:4).

"Wir mussten trotz unserer Personalnot antreten, um keine Geldstrafe zu kassieren. Das Ergebnis ist deshalb für uns zweitrangig. Hut ab vor den Jungs, die teilweise trotz Erkrankungen im Wasser waren und ein extra Lob an die Torhüter", resümierte WUM-Teammanager Klaus-Peter Knobloch. Bereits unter der Woche war zu den Trainingszeiten viel Platz im Becken der Dynamo-Schwimmhalle. Trotz eines Kaders von über 20 Spielern verhinderten berufliche Engpässe, Verletzungen oder auch schulische Verpflichtungen eine rege Trainingsbeteiligung. Am Freitagabend wusste WUM-Trainer Thomas Struffmann noch nicht, wer die Reise nach Berlin antreten kann.

Am Samstagnachmittag dann die erlösende Nachricht: es gibt eine spielfähige Mannschaft. Dazu mussten aber die beiden 16-jährigen Lukas Schulle und Wilhelm Block extra aus Potsdam "eingeflogen" werden, da sie dort bereits mit Spandau in der U-17-Bundesliga im Wasser waren. Außerdem spielte der erst 16-jährige Kevin Grigoleit erstmals in einem Pflichtspiel im WUM-Tor, da die etatmäßigen Torhüter Marc Böer und Marco Schoder als Feldspieler aufgeboten wurden.

Und dieses Trio setzte in seinen ungewohnten Rollen dicke Ausrufezeichen. Während Grigoleit ohne Angst vor dem Gegner teilweise das Tor zunagelte, lieferten Böer und Schoder im Feld eine mehr als solide Leistung ab.

Im ersten Viertel hielten die zehn Magdeburger ein 1:1. Der Halbzeitstand von 5:3 spricht für eine engagierte WUM-Leistung. Für die dezimierten Magdeburger war noch alles drin. Doch aufgrund des engen Spielstandes wechselten die Berliner in der zweiten Halbzeit ihre Erstligaspieler ein und bei den Elbestädtern ließen die Kräfte nach.

Am Sonnabend gastiert die WUM um Zweitliga-Punkte bei der SG Dresden.