Die weibliche B-Jugend der JSpG Halle/Magdeburg/Barleben ist nach dem 28:21 gegen den Thüringer HC und dem 21:21 gegen den HC Leipzig vorzeitig mitteldeutscher Handball-Meister.

Magdeburg l Entscheidend war an beiden Tagen der unbändige Kampfgeist und eine tolle Mannschaftsleistung.

Am Sonnabend gegen den Thüringer HC gestaltete sich der erste Durchgang noch sehr ausgeglichen. Auch weil man in der Abwehr nicht konzentriert genug arbeitete und sich im Angriff zu viele Fehlwürfe leistete. Einzige Ausnahme war da Lara Falkenberg, die nicht nur wegen ihrer hundertprozentigen Torausbeute eine tolle Partie bot. So lag die Jugendspielgemeinschaft mit Mädchen vom HSC 2000 Magdeburg und Union Halle-Neustadt nach 20 Minuten mit 10:11 im Rückstand, ehe Torhüterin Eva Sirlinger für die Wende sorgte. Mit einem gehaltenen Siebenmeter verhalf sie dem Team wieder zum Führungswechsel. Zur Pause führte der Gastgeber 13:12.

Die zweite Halbzeit gehörte dann der JSpG. Durch eine nun aggressivere Deckung mit einer starken Sirlinger dahinter und dem starken Rückraum mit Laura Winkler, Janna Kopmann, Josefine Podei und Henriette Dreier konnte der Vorsprung gegen den letztjährigen Dritten der deutschen Meisterschaft bis zum Schlusspfiff deutlich (28:21) ausgebaut werden. Dann trübte die schwere Knieverletzung von Podei den deutlichen Sieg

Am Sonntag konnten die Sachsen-Anhalterinnen dann in eigenen Gefilden gegen den HC Leipzig die Meisterschaft vorzeitig perfekt machen. Und es entwickelte sich eine an Spannung kaum zu überbietende Partie. Maßgeblichen Anteil daran hatte in der Anfangsphase Melina Corfei. Sie sorgte auf der Deckungsspitze für sehr viel Unruhe im Leipziger Angriffsspiel. Nach 15 Minuten stand es 6:6. Dann erhielt Corfei bei einer unglücklichen Abwehraktion eine berechtigte Rote Karte, die das Team zu hemmen schien. So führten die Sachsen zur Pause mit 9:11.

Im zweiten Durchgang zeigte dann die Heimmannschaft eine tolle Moral. Die JSpG führte schnell mit 12:11, ehe Leipzig den Spieß aber wieder bis zum 12:14 umdrehte. Doch nun kam die beste Phase der Heimsieben. Mit einem unbändigen Kampfgeist sorgte die JSpG mit einem 5:0-Lauf für einen 17:14-Vorsprung. Doch die Vorentscheidung sollte auch das noch nicht sein. Drei Minuten vor Schluss waren sogar die Gäste mit 19:20 wieder vorn.

Aber ausgerechnet die jüngste Spielerin erlöste dann alle die JSpG. C-Jugendspielerin Henriette Dreier hämmerte 12 Sekunden vor Schluss den Ball zum 21:20 für die JSpG ins gegnerische Gehäuse. Der HCL konnte zwar mit dem Schlusspfiff noch zum 21:21 ausgleichen, aber das änderte nichts mehr am vorzeitigen Gewinn der mitteldeutschen Meisterschaft.

"Was die Moral, die Einsatzbereitschaft und den Zusammenhalt betrifft, war es ein wirklich toller Auftritt der Mädchen. Und wir haben uns sogar vorzeitig gegen den Nachwuchs der beiden traditions- und erfolgreichsten Frauenteams in ganz Deutschland durchgesetzt", zeigte sich Co-Trainer Jürgen Ebeling überglücklich nach dem Spiel. Weiter geht es dann im April mit einer Zwischenrunde, aus der sich nur der Erste für das Final Four um die deutschen Meisterschaft qualifiziert.

JSpG: Sirlinger, Schuhknecht, - Winkler (8 Tore im 1. Spiel/5 Tore im 2. Spiel), Heßler (0/0), Falkenberg (6/0), Reppe (2/1), Held (1/0), Dietrich (0/1), Dreier (3/5), Podei (3/-), Kopmann (2/4), Corfei (3/0), Matte (0/2), Michel (0/-), Meineke (-/3)