Für die Zweitliga-Handballerinnen des HSC 2000 Magdeburg gab es in der dritten Runde des DHB-Pokals am Sonntagabend gegen den amtierenden Deutschen Meister HC Leipzig nichts zu holen. Vor heimischer Kulisse unterlagen die Schützlinge von Trainer Grzegorz Subocz am Ende klar mit 18:29 und können sich fortan wieder ganz auf den Liga-Alltag konzentrieren, in dem es am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen die Spreefüchse Berlin schon wieder um alles geht.

Magdeburg. Mit elf Toren verloren und am Ende eigentlich doch gewonnen – so könnte man das Fazit aus der Dritt-runden-Begegnung zwischen dem HSC 2000 Magdeburg und dem HC Leipzig ziehen. Zum einen verfolgten mit rund 450 Zuschauern in einer gut gefüllten Barleber Mittellandhalle so viele Zuschauer wie schon lange nicht mehr ein Spiel des HSC und zum anderen hielt sich die Niederlage gegen das erfolgreichste deutsche Frauen- team der zurückliegenden Jahre doch in Grenzen.

Nach einem nervösen Start der Gastgeberinnen dauerte es zunächst sechs Minuten, bis die Subocz-Schützlinge den Respekt vorm HCL ablegen konnten. Zwar waren die Gäste bis dahin bereits auf 3:1 enteilt, doch fanden die Magdeburgerinnen fortan zumindest besser ins Spiel und konnten selber Torgefahr ausstrahlen. Dennoch tat man sich äußerst schwer gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Gäste. Später steigerte sich der HSC in der Deckung und kam zu Ballgewinnen, die man zum zwischenzeitlichen 6:8 (17.) durch Victoria Göpel effektiv nutzen konnte. Allerdings schlich sich danach auch bei den Elbestädterinnen zunehmend der Fehlerteufel ein, und ein Doppelpack von HCL-Nachwuchs- talent Isa-Sophia Rösicke brachte die Gäste erstmals mit sechs Treffern beim 15:9 (28.) in Front.

Nach dem Wechsel setzten sich die Gäste auf 19:10 (34.) ab. Bei den Subocz-Schützlingen merkte man jetzt deutlich, dass sie dem hohen Tempo des ersten Durchgangs ordentlich Tribut zollen mussten. Einzelaktionen hielten die Bandits zwar im Spiel, doch konnte man wie beim 13:30 (35.) durch Victoria Göpel lediglich auf sieben Tore verkürzen. HSC-Torfrau Anne Hofmeister verhinderte mit guten Paraden einen höheren Rückstand, dennoch blieb auch sie machtlos gegen die Schlussoffensive der Messestädterinnen. Mit ihrem fünften Treffer besorgte Karolina Kudlacz beim 18:28 (56.) schließlich den ersten Zehn-Torevorsprung für den HCL, ehe Luisa Schulze eine Minute später den Schlusspunkt zum 18:29 setzte.

Dennoch zeigte sich HSC-Trainer Grzegorz Subocz am Ende nicht ganz zufrieden: "Wir wollten heute so lange wie möglich mitspielen, was uns allerdings nur die ersten 20 Minuten gelungen ist. Danach haben wir uns zu viele Fehler geleistet, was bei einem Team wie Leipzig knallhart bestraft wird. Da sieht man eben den Unterschied", relativierte dann allerdings auch: "Es haben heute alle Spielerinnen ihre Einsatzzeiten bekommen, um sich auch für die nächste Woche zu empfehlen. Für uns zählt derzeit nur die Liga und da haben wir in der Rückrunde noch einiges aufzuholen."

HSC 2000: Hofmeister – Göpel 4, Schröder 3/1, Hartmann 3, Hubinger 2, Maue 2, Seeger 2/2, Vogel 1, Schüler 1, Mendler, Bange, Sachse.