Am 13. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga Nord eroberten sich die Frauen des HSC 2000 Magdeburg durch das 28:28–Unentschieden beim bis dato Tabellendritten TSG Wismar einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Während für den Gastgeber Liudmila Yermachek (7 Tore) am erfolgreichsten war, hatten bei den Bandits Victoria Göpel (7) und insbesondere Beatrice Vogel (9) maßgebliche Anteile am Punktgewinn.

Wismar/Magdeburg. Man merkte den Elbestädterinnen an, dass sie nach den letzten beiden Niederlagen endlich wieder punkten wollten. Und so erspielten sie sich auch in der temporeichen Anfangsphase durch die an diesem Tag sehr starken Victoria Göpel (2) und Beatrice Vogel (3) eine 5:3–Führung (5. Minute). Allerdings glich die TSG wenig später durch Stefanie Laas zum 6:6 aus und legte fortan immer vor.

Doch die Subocz-Sieben konnte bis zum 13:13 in der 28. Minute immer wieder ausgleichen, wobei Abwehrchefin Yvonne Sachse schon früh ihre zweite Zeitstrafe erhielt und geschont werden musste. Erst zum Ende der ersten Halbzeit schienen die Kräfte bei den Gästen nachzulassen und die Hansestädterinnen setzten sich bis zum Pausenpfiff auf 16:13 ab.

Zu Beginn der 2. Halbzeit waren zunächst wieder die Magdeburgerinnen dran. Erneut durch Vogel (2) und Ina Seeger egalisierten sie in der 35. Minute die Führung der Gastgeberinnen (16:16). Von nun an entwickelte sich eine spannende Zweitligabegegnung. Ihren Anteil daran hatte auf HSC-Seite auch Torhüterin Silke Schache, die in ihrem ersten Bundesligaspiel eine ordentliche Leistung zeigte.

Doch in der 48. Minute dann eine Zwei-Tore-Führung (24:22) für Wismar. Beim Gast schienen erneut die Kräfte nachzulassen und Trainer Gregorz Subocz sah sich gezwungen, eine Auszeit zu nehmen. Und diese zeigte Wirkung. In der Abwehr sorgte Josefine Mendler auf der vorgezogenen Position für sehr viel Unruhe und im Angriff führte die vorbildlich kämpfende Jasmin Maue klug Regie. Folgerichtig gingen die Banditen in der 55. Minute durch Göpel mit 25:24 in Front.

Mehr noch, kurz vor Schluss führte der HSC durch die in der Schlussphase stark spielende Sachse sogar mit 28:26. Der Auswärtssieg schien zum Greifen nah. Dass es am Ende dann doch nicht zum Doppelpunktgewinn reichen sollte, lag vor allem aber auch an Wismar, das sich nie aufgab und 33 Sekunden vor Schluss durch Stefanie Laas den am Ende auch leistungsgerechten Ausgleichstreffer erzielte.

Nach den letzten beiden Niederlagen war das sicherlich eine Leistungssteigerung der Bandits und somit ein klarer Punktgewinn gegen den Favoriten. Allerdings zeigen drei verworfene Siebenmeter und Stellungsfehler in der Deckung, sowie Schwächen im Abschlussverhalten noch klare Defizite auf.

Am kommenden Sonnabend steht um 19 Uhr in der Barleber Mittellandhalle das Landesderby gegen den Tabellenzweiten Union Halle-Neustadt an.

HSC 2000: Hofmeister, Schache – Vogel 9/2, Hubinger 3, Mendler, Maue 1, Göpel 7, Bange, Sachse 2, Schröder, Hartmann 3, Seeger 2, Schüler 1.