Verbandsligist MSV 90 Preussen setzte sich in einem abwechslungsreichen Testspiel gegen Landesligavertreter MSV Börde erst nach späten Toren mit 4:3 (2:3) durch.

Ottersleben l Die Gastgeber, die erneut die Gastfreundschaft des VfB Ottersleben am Schwarzen Weg in Anspruch nahmen, da das Germerstadion noch bis zum 26. Juli gesperrt ist, waren noch gar nicht so richtig auf dem gepflegten Rasen, da stand es schon 0:1. David Berlin nutzte die Schlafwageneinlage der Preussen vom Anstoß weg zum ersten Tor des Spiels.

Nur vier Minuten später nutzte Phlipp Glage einen kapitalen Fehler der Börde-Abwehr zum 1:1-Ausgleich (5. Minute). Steven Röhl versenkte einen schnell ausgeführten Freistoß nicht unhaltbar zum 2:1 ins rechte untere Eck (10.). Maik Leonhardt nutzte einen Hand-elfmeter zum 2:2 (19.), Jeton Spahija brachte den MSV Börde mit einem weiteren Elfmeter wieder mit 3:2 in Führung (31.).

Da hatte Daniel Trinh als Rechtsverteidiger nach unmotiviertem Foul und folgender Gelber Karte bei den Preussen schon "Dienstschluss", musste frühzeitig Hannes Berger Platz machen und durfte sich gleich eine "Abmahnung" von Trainer Alexander Daul abholen. Während die Stadtfelder vor allem in der ersten Halbzeit sehr engagiert aufspielten, früh pressten und immer wieder mutig nach vorn spielten, merkte man den Preussen das Fehlen der verhinderten "Kreativabteilung" mit Tobias Tietz, Christopher Birke und Nils Oliver Göres doch deutlich an.

Nach der Pause besaß Matthias Rhode in der 70. Minute die ersten Preussen-Chance, schloss aber überhastet ab. Nachdem Preussen-Torjäger Glage von Börde-Kapitän Martin Sommer gelegt wurde, verwandelte der Gefoulte den fälligen Strafstoß selbst zum 3:3 (85.). Rückkehrer Stefan Mensch bescherte den Preussen mit seinem Treffer im Fallen aus Nahdistanz den glücklichen 4:3-Erfolg (90.), nachdem kurz zuvor Röhl noch am neuen Börde-Keeper Christian Weimann, der im Mai auch schon bei den Preussen vorspielte, scheiterte.

"Das war kein gutes Spiel von uns. Meine Mannschaft zeigte zu wenig Laufbereitschaft", war Preussen-Trainer Daul unzufrieden. Börde-Coach Tobias Ellrott, der sein Team nach dem Urlaub erstmals betreute, lobte indes: "In der ersten Halbzeit, als die Kräfte da waren, war das wirklich eine sehr ordentliche Leistung."

Ex-FCM-Keeper Dominik Schumann, der in der zweiten Halbzeit das Preussen-Tor hütete, spielt unter der Woche noch bei Regionalligist ZFC Meuselwitz vor.

Preussen: Ebeling - Trinh, Appel, Senf, Renger, Mensch, Rhode, Weber, Rothe, Röhl, Glage (Schumann - Berger, Ernst, Dethlefsen) MSV Börde: Weimann - Scheinhardt, Sohmann, L. Spahija, Sommer, Zoll, Leonhardt, Lohse, J. Spahija, Stridde, Berlin (Maaß, Wunderling)