Der HSV Medizin hat mit einer couragierten und spielerisch überzeugendenden Leistung den ersten Saisonsieg eingefahren. Im Derby besiegte der Liganeuling den SV Arminia mit 1:0. Die Buckauer hielten zwar gut mit, erarbeiteten sich aber zu wenige Torchancen.

Leipziger Straße l "Jetzt sind wir in der Landesklasse angekommen. Wir waren top motiviert. Toll, dass es im ersten Derby gleich mit einem Dreier geklappt hat. In der ersten Hälfte haben wir Arminia keine Räume gelassen. Was fehlte, war ein Tor", so ein erleichterter Medizin-Coach Sebastian Krause. Der eigentliche Co-Trainer übernahm das Zepter für diesen Spieltag vom im Urlaub weilenden René Angerer.

Der HSV Medizin war von Beginn an das bessere Team. Immer wieder stießen die Mediziner mit einem schönen Kurzpassspiel in die Spitze vor. Allein die Chancenverwertung war im ersten Spielabschnitt mangelhaft. Die Arminen zeigten zwar kämpferischen Einsatz, taten für das Spiel nach vorn aber nicht allzu viel.

Nach der Pause das gleiche Bild. Der Neuling rannte an, die Buckauer standen hinten sicher. Obwohl die Gastgeber mit fortlaufender Partie nicht mehr ganz so zwingend agierten, gelang in der 61. Spielminute aus Mediziner-Sicht das erlösende 1:0. Nach einem Durcheinander im Strafraum standen mit Robert Kowal und Andreas Wawilow plötzlich gleich zwei HSV-Spieler völlig frei und behinderten sich fast sogar noch gegenseitig. Wawilow behielt schließlich die Übersicht und schob aus etwa acht Metern überlegt ein. Der gute Arminen-Torwart Janiko Liebig war machtlos.

In der Folgezeit warfen die Buckauer alles nach vorn, Chancen blieben aber auch weiterhin Mangelware. Die Mediziner blieben über Konter stets gefährlich und brachten das 1:0 über die Zeit.

"Der Sieg für Medizin geht sicherlich in Ordnung. Wobei ich nicht unbedingt spielerische Vorteile erkannt habe, der HSV war einfach konsequenter als meine Mannschaft. Das war der Schlüssel heute zum Erfolg. Bei uns ist nicht allzu viel zusammen gelaufen. Zumindest haben wir im zweiten Spielabschnitt einen größeren Willen gezeigt. Wir wissen, woran wir noch zu arbeiten haben", sagte Arminia-Coach Thomas Tietz nach der Partie.

Sein Gegenüber hingegen konnte voll des Lobes sein: "Im großen und ganzen war die Leistung in Ordnung. Der Erfolg war verdient. Darauf kann man aufbauen. Wir haben uns die Chancen gut herausgespielt. Wir freuen uns einfach riesig über diesen Sieg", so Sebastian Krause.

HSV Medizin: Brachwitz - Lehmann, Schönberg, Wiebe, Franke (83. Mai), Wawilow, Sprenger, Mußel, Kowal, Platte, Heise SV Arminia: Liebig - Schneider, Geier, Friedrich (54. Tautz), Tabbert (38. Liesegang), Gasch, Kliche, Posselt, Schmidt, Ukaegbu (68. Ouedraogo), Schmidt Tor: 1:0 Wawilow (61.)