Am 11. Spieltag der Fußball-Landesliga Nord erspielte sich der Magdeburger SV Börde einen 3:1 (1:1)-Heimsieg über den Schönebecker SV und verteidigte seinen zweiten Rang in der Tabelle.

Stadtfeld l Benjamin Lohse (38.), Maik Leonhardt (58.) und David Berlin (89.) trafen nach dem frühen 0:1 von Steven Gondeck (7.) für die Stadtfelder.

Dabei schien der Gastgeber in den ersten zehn Minuten noch nicht auf dem Platz zu sein. Jedenfalls brannte der SSV ein wahres Feuerwerk mit drei guten Torchancen ab. Eine davon nutzte Gondeck, mustergültig freigespielt von Enrico Palm, zum 1:0.

Nach der zehnminütigen Anfangsoffensive der Gäste fand der MSV langsam in sein Spiel, nahm jetzt die Zweikämpfe an und ging auch zu eigenen Aktionen über. Gefährlich wurde er dabei zunächst nicht. Jedenfalls musste SSV-Keeper Enrico Both nicht eingreifen.

Nach gut 30 Minuten wurde der Gastgeber immer gefährlicher, während sich Schönebeck nur noch auf gelegentliche Konter verlegte. Mit einem Traumtor aus gut 25 Metern halblinker Position genau in der oberen rechten Winkel des SSV-Tores belohnte Lohse die Bemühungen des Gastgebers noch vor der Pause mit dem 1:1.

Fast hätte es gar noch zur Führung gereicht, doch der Freistoß von Daniel Zoll strich knapp am rechten oberen Toreck vorbei (44.).

Die Worte von MSV-Co-Trainer Martin Riemann in der Pausenansprache fielen wohl auf fruchtbaren Boden. Jedenfalls war der MSV jetzt die aktivere Mannschaft, während sich beim arg ersatzgeschwächt antretenden SSV das Personaldilemma, u.a. fungierte Ersatzkeeper Stephan Pingel ab der 27. Minute als Feldspieler, zeigte.

Zunächst hatte aber Assistent Sebastian Wienecke etwas gegen einen Magdeburger Torerfolg. In kürzester Zeit wedelte er, gegen die tiefstehende Sonne blickend, dem MSV zwei vielversprechende Angriffe wegen angeblicher Abseitsposition weg.

Doch als sich Leonhardt, der zwei Tage zuvor stolzer Vater wurde, durchsetzte und verwandelte stand es 2:1 für den MSV. Danach ließ der MSV noch einige gute Möglichkeiten durch Jeton Spahija, Leonhardt, Lohse und Berlin aus. Doch als sich Letzterer kurz vor Ultimo gekonnt durchsetzte und trocken zum 3:1 verwandelte, war die Welt des MSV wieder in Ordnung.

Während der neue SSV-Trainer Michael Steffen meinte, dass "die Niederlage natürlich ärgerlich ist, aber von der Körpersprache und vom Einsatzwillen her kann ich meiner Mannschaft nur ein Kompliment aussprechen", befand Riemann: "Ein auf Grund unseres Chancenübergewichtes verdienter Heimsieg. In Hälfte eins sind wir noch recht verhalten aufgetreten. Aber durch die Steigerung im zweiten Durchgang war der Erfolg mehr als verdient."

MSV Börde: Weimann - Sommer, Scheinhardt, Maß, Zoll, Lohse (76. Heise), Wolff (72. Lenz), Schacker (62. Berlin), Leonhardt, Spahija, Heitmann