Ottersleben l Weit über eine halbe Stunde ging der Plan von VfB-Trainer André Hoof auf. "Wir wollten hinten sicher stehen, die spielstarken Burger von unserem Tor fernhalten und ihre gute Defensive versuchen, unter Druck zu setzen. Dann fiel wie aus dem Nichts das 0:1", so Hoof.

Und das war sogar noch ein Eigentor und hatte seine eigene Vorgeschichte. Schiri-Assistent Jecht hatte Otterslebens Linksverteidiger Prenzer wegen einer blutenden Knieverletzung runtergeschickt. Co-Trainer Oliver Malchau verarztete ihn bereits minutenlang am Spielfeldrand, als der offensivstarke Matthias Herms nach innen flankte und der lange Tom Hufmüller den Ball zum 0:1 ins eigene Tor lenkte (36. Minute).

Bin dahin hatte sich die Partie zumeist zwischen den Strafräumen abgespielt, doch gewannen die Burger, angetrieben durch Franz Zimmer und Tom Saager, langsam ein Übergewicht, ohne nun besonders torgefährlich zu werden. Nur einmal musste VfB-Keeper Sebastian Schulze außerhalb des Strafraums per Kopf gegen Tim Kolzenburg klären (33.). Kurz vor der Pause gab es noch je eine gute Möglichkeit: Burgs Martin Krüger verzog nach schöner Seitenverlagerung nur ganz knapp (41.), auf der Gegenseite hätte der Burger Bastian Benkel nach einer Durante-Eingabe ebenfalls beinahe ein Eigentor fabriziert (44.).

Verpasste Alex Siemke kurz nach Wiederbeginn am langen Pfosten stehend noch das 0:2 (48.), machte es Saager mit einer technisch feinen Einzelleistung drei Minuten später besser, traf aus zwölf Metern Mittelstürmerposition zum 0:2 (51.). Schulze kratzte später einen satten Zimmer-Schuss aus dem Winkel (57.), doch gaben sich die VfB-Akteure noch nicht geschlagen. Florian Purrucker prüfte VfB-Keeper Krüger mit schönem Freistoß (73.). Die eingewechselten Stephan Gehrs und David Kotowski verpassten freistehend eine Leschowski-Eingabe (79.). Zudem wurde der ebenfalls eingewechselte Dieterichs zu Unrecht zurückgepfiffen (86.). Glück hatte der VfB dagegen, als Einwechsler Patrick Bartsch einen Ballverlust von Purrucker nicht nutzen konnte (78.).

So blieb es beim 0:2, was Gästecoach Thomas Sauer so bewertete: "Gegen einen guten Gegner, der hoch stand und immer angelaufen ist, wurden wir nach und nach besser, spielten nach dem 2:0 ruhig und souverän."

VfB Ottersleben
: Schulze - Schmeil (71. Kotowski), Hufmüller, Meyer, Prenzer (78. Gehrs), Stockhaus, Köhler, M. Malchau, Purrucker, Durante (60. Dieterichs), Leschowski