Magdeburg (jbr) l Nach der Pause zum Jahreswechsel starteten die SCM-Youngsters bereits am Freitagabend mit einem 30:26 (16:13)-Sieg beim Schlusslicht HG Köthen in die zweite Saisonhälfte der 3. Handball-Liga Ost. Allerdings spielte der Gastgeber zeitweise stärker, als es der aktuelle Tabellenplatz zeigt.

Der SC Magdeburg II tat sich in den ersten Minuten gegen die sehr aggressive Abwehr der Köthener sehr schwer. Vor allem Sebastian Greß aus dem Rückraum und Rene Uelsmann vom Kreis zeigten den Elbestädtern einige Probleme auf, so dass Bennet Wiegert nach neun Minuten die erste Auszeit nahm.

Doch zunächst änderte sich nichts. Nach dem 6:6 (14. Minute) brachte ein 3:0-Lauf durch Alexander Saul und Vincent Sohmann den 9:6-Vorsprung.

Nach der 15:11-Führung (26.) zogen die Gastgeber noch einmal das Tempo an und konnten kurz vor dem Wechsel auf 13:15 verkürzen. Ein Treffer von Maximilian Wasielewski ergab dann jedoch den 16:13-Halbzeitführung für die Gäste.

Nach einer entsprechenden Ansprache in der Kabine sollte es beim SCM II im zweite Durchgang besser werden. Wurde es zunächst auch. Ein starker Philipp Ambrosius hielt in der 35. Minute bereits seinen dritten Strafwurf, gab damit seinen Vorderleuten Auftrieb, die danach bis zur 43. Minute auf 24:16 davon zogen

Das Spiel schien gelaufen. Doch die Bachstädter steckten nicht auf: Mit einem 4:0-Lauf konnten sie unter dem Beifall von 500 Zuschauern auf 20:24 verkürzen. Beim SCM II schlichen sich nun wieder technische Fehler ein, zu schnell wurden die Angriffe abgeschlossen. Zum Glück machte der Gegner in dieser Phase aber auch einige Fehler, so dass der Vorsprung für Magdeburg erhalten blieb.

Noch einmal hätte es brenzlig werden können, als der Gastgeber in der 56. Minute das 24:27 erzielte. Die letzten drei Treffer durch Macej Gebala, Tomasz Gebala und Alexander Saul reichten am Ende zum 30:26-Sieg der Youngsters. Wenn auch die große spielerische Linie zeitweise fehlte, war es für ein Anhaltderby ein sehr faires Spiel mit nur einer Zeitstrafe.

SCM-II-Trainer Bennet Wiegert meinte auf der anschließenden Pressekonferenz: "Ich bin nicht zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir können in allen Bereichen viel mehr. Damit es in Zukunft keine böse Überraschung gibt, müssen wir unsere Fehler in der Auswertung und im Training erkennen."

Drastischer sah es Köthens Greß, der fünf Tore erzielte und in der 2. Liga beim SC DHfk ein Zweitspielrecht hat: "Hätten wir Mitte der zweiten Halbzeit nicht gepennt, wäre für uns mehr möglich gewesen!"

SC Magdeburg II: Ambrosius, Link - Tomasz Gebala 5, Zimmermann 4, Maximilian Wasielewski 3, Michael, Uscins, Johannes Wasielewski 1, Sohmann 6/1, Saul 8, Maceij Gebala 2, Wiebe, Herda, Richter 1